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Thema: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

  1. #21
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    ich kann mich an den tag auch noch erinnern..
    ich musste für bio so ein referat machen bzw. ein herbarium anfertigen. blätter trocknen, einkleben und benennen. es war in der 5. klasse.
    ich kam aus der schule und da saß mein dad schon kreidebleich vorm tv und erzählte mir davon... meine mum und mein dad zeigten mir dann ein video, in dem sie im wtc zu sehen sind. video war von 1994... auch im herbst...

    seitdem zünde ich jedesmal am 11.09. kerzen für alle opfer an...

  2. #22
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    tja, da sind wir nun also, sitzen in der sonntäglichen Sonne und erfreuen uns unseres Lebens .... wie es Juli damals schon geschrieben hat: der dritte Weltkrieg ist nicht ausgebrochen, und die Welt dreht sich auch im Jahr 2011 noch in ihrer gewohnten Bahn

    nun sind also 10 (in Worten: zehn) Jahre seit jenem Nachmittag, der für uns irgendwie anders war als alle anderen Nachmittage, vergangen; und erst vor kurzem ist mir bewusst geworden, dass nun schon eine ganze neue Generation (alle, die heutzutage jünger als 13/14 sind, also ungefähr in dem Alter, in dem 'wir' damals waren) herangewachsen ist, die den 11. September wohl gar nicht mehr bewusst miterlebt hat, oder nur noch eine gaaanz dünne und vage Erinnerung hat

    naja, wie auch immer, es würde mich ja mal interessieren, wie sich eure Sicht auf den 11. September in den letzten zehn Jahren (und gerade auch im Vergleich zum 5. Jahrestag) verändert hat? und natürlich auch weiterhin, welche Gedanken, Erinnerungen, Eindrücke ihr mit diesem Tag verbindet?

    ich hab in den letzten Tagen einige der Sondersendungen gesehen (sowohl Dokus als auch Spielfilme) und muss auch heute noch sagen, wie unwirklich mir das alles vorkommt .... also zusammenfassend könnte man sagen, wenn die Ereignisse des 11. September nicht stattgefunden hätten, dann könnte man sich auch heute noch nicht vorstellen, dass sie stattfinden könnten
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  3. #23
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    Ich war damals 7 Jahre alt...da hat man das garnich wirklich verstehen können,was dort passierte.
    Ich seh mich in Gedanken immernoch mit meiner damaligen besten Freundin vorm TV sitzen und sehe meine Mutter verzweifelt meine Tante in den USA anzurufen.
    Später haben wir dann erfahren,dass ihre Tochter mit der Army runter zum aufräumen musste und später auch in' Krieg musste. Der Tag hat einfach alles verändert.

    Seit 9/11 ist sehr viel passiert würde ich mal sagen,siehe Dauerkrieg in Afghanistan ect. Die Regierungen reagieren total panisch auf Terrordrohungen und ständig gibt es Katastrophenübungen für solche Situationen. Man hat das Gefühl, dass niemand weiß wie er mit Terror umgehen soll.
    Für mich ist dies ein Tag den ich glaube nie vergessen werde und ich finde es erstaunlich, dass das immernoch ein total wunder Punkt bei den Menschen ist eben weil man nicht richtig verstehen kann was dort genau passiert ist.
    Niemand wird ein Superheld, wenn er ganz normal ist! Also sei anders... sei du selbst...

  4. #24
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    Oh, hier habe ich ja noch gar nichts geschrieben...

    Also bei mir war das in der sechsten Klasse, einen Tag vor der Klassenfahrt. Meine Mutter war gerade mit meiner Schwester einkaufen. Ich hatte schon meinen eigenen, kleinen Fernseher und habe glaube ich eher zufällig ferngesehen.. und habe dann vor dem Fernseher den Lauf der Ereignisse verfolgt. Das war in der Tat so unwirklich... Auf der Klassenfahrt gab es recht viele, die immer wieder in Tränen ausgebrochen sind bzw. sich das gar nicht mit angucken konnten.

    Verändert hat dieser Tag bei mir schon einiges.. das war denke ich so der Zeitpunkt für mich, als größere Anschläge denkbar wurden. Ich erinnere mich spontan nicht an irgendwelche Terroranschläge davor, dafür war ich dann doch noch zu jung. So im Nachhinein muss ich leider feststellen, dass in der Folge manche sinnvolle und viele unsinnige Aktionen entstanden sind. Terror gibt es weiterhin, vermutlich mehr als damals. Es gab Kriege, bei denen zumindest fraglich ist, ob der Terror oder das Öl der Grund waren. So wie weiterhin die Terrorgefahr gerne als Rechtfertigung für irgendwelche schwachsinnigen Forderungen missbraucht wird.

    Für heute habe ich ein ungutes Gefühl.. ich hoffe mal, dass es keine weiteren Anschläge geben wird.
    JULI-Süchtig

  5. #25
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    Natürlich weiß ich auch noch, was ich am 11.9.2001 gemacht habe- ich hatte morgens eine Doppelstunde Englisch, in der wir über Sehenswürdigkeiten New Yorks gesprochen haben, darunter natürlich das WTC. Und als ich nachmittags nach Hause kam, saßen meine Eltern vorm TV...wir wollten an dem Tag grad in die Stadt fahren und mich für die Jugendweihe anmelden, und irgendwie wollte man dann schnell wieder nach Hause, um das weiterzuverfolgen - in der Zwischenzeit war dann auch der zweite Turm eingestürzt....
    Am nächsten Tag hatten wir dann wieder Englisch, das Gesprächsthema war natürlich klar. Und auch so gab es in diesen ersten Tagen danach wohl kein andres Thema, sei es im Schulbus, in den Medien, ....es kam ja auch kaum normales Programm, auch bei VIVA liefen nur "traurige" Videos...und mein Radiosender telefonierte jeden Morgen mit einem Radiomann aus den USA, um die Lage zu sondieren...
    Um es in einem Wort zusammenzufassen: Ausnahmezustand. Ich denke schon, dass es nicht viele Tage gibt, an denen fast jeder weiß, was er gemacht hat...vielleicht erlebt jede Generation (ca.) diesen Tag nur einmal?!
    Irgendwie ist das alles surreal: ich weiß, dass das passiert ist, wenn jemand "11.9." sagt, assoziiert man gleich damit das, was in den USA passiert ist, und doch - ja, doch kann man (ich zumindest) gar nicht so ganz begreifen, was für ein einschneidendes Erlebnis das für die ganze Welt war. Anfangs war mir das noch nicht so bewusst, aber grad jetzt, wo wir den 10. Jahrestag begehen, ist denk ich doch klar, dass man das mit Abstand so sagen kann...

    Naja, ich denke, v.a. da man es am TV "miterlebt" hat, ist man sich natürlich bewusst, was für ein schreckliches Ereignis das war. Menschen, die wahlweise lieber aus dem Fenster springen oder bei 1000 Grad verbrennen, völlig verstaubte Menschen, die wie Zombies durch die Straßen einer toten Stadt wandeln, das zerstörte Herz einer Stadt, eines Landes, einer "Ideologie"....schon heftig, keine Frage. Es waren ja wie fast immer unschuldige Menschen, die für das Ideologiegezerre der großen herhalten mussten.

    ABER auf der anderen Seite muss man sich auch einige Sachen mal durch den Kopf gehen lassen:
    1. wie hätten die Amis wohl reagiert/mitgefühlt, wenn das in Deutschland, Frankreich, Italien od irgendeinem andren westlichen Land passiert wäre? Natürlich sind sie DAS Herz oder DER Prototyp der westlichen, kapitalistischen Welt, härter hätten die Attentäter es nicht treffen können. Trotzdem geht mir dieser amerikanische Pathos ziemlich auf den Geist - wieso waren die Menschen im WTC denn "Helden"??? Meiner Meinung nach waren sie arme Schweine, die für einen sich zuspitzenden Konflikt als Opfer herhalten mussten. Bush soll ja gleich drauf gesagt haben, dass der 11.9. das Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts war - das zeigt ja schon, dass sie auf eigenem Boden nur sehr wenig zu erleiden hätten, während sie in zahlreichen andren Ländern nicht davor zurückschrecken, Krieg zu führen.

    2. Der 11.9. war der Anlass für einen Krieg zweier verfeindeter Lager, der nun schon seit 10 Jahren dauert. Wieviele Opfer sind denn da zusammengekommen? Donnerstag hab ich erst im Fernsehen jemanden sagen hören, dass dieser Krieg ja nunmehr schon länger als 1.WK + 2.WK dauert. Klar, das sagt nichts über die Schwere/ Intensität des Kriegs aus, aber diese ganzen irren Entwicklungen muss man sich mal vor Augen halten - USA werden angegriffen, kündigen sofort an, dass sie zurückschlagen, schlagen zurück, in mehreren Ländern, schrecken nach wie vor nicht vor neuen Kriegen (Lybien) zurück, finden sich gut dabei. Zuviel im Alten Testament gelesen??? Wer meint, mit Krieg antworten zu müssen, kann von mir kein Mitleid erhalten (wohlgemerkt gilt das für die Regierung/ für die Bestimmer, nicht für die Opfer direkt in NYC und in den Flugzeugen!)

    Ich finde es furchtbar, von einem "Krieg gegen den Terrorismus" zu sprechen. Wer führt denn diesen Krieg? und wer ist der irren Meinung, dass ein Krieg irgendetwas Gutes hervorbringt, Probleme löst, die Welt besser macht?
    Ich finde es nicht gut, dass man die einen als die Guten hinstellt (v.a. natürlich eben diese Kriegspartei selber) und die andren als die Bösen. Dass man das Leben von Amerikanern über das von Afghanen, Irakern etc. stellt...
    Ich glaube auch nicht, dass sich dieser Konflikt so schnell löst, eher habe ich den Eindruck, dass sich das immer weiter zuspitzt - aber begründen kann ich das auch nicht
    Ich liebe dieses Leben.

  6. #26
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    11. September 2016 – fünfzehn Jahre danach. Das heißt, die erste Generation, die schon keine Erinnerungen mehr daran hat (so wie ich/wir an den Mauerfall), ist jetzt ungefähr im Abiturientenalter

    Ist schon ein eigentümliches Gefühl: Einerseits ist es natürlich mit der Zeit nicht mehr soooo präsent, wie es vielleicht vor ein paar Jahren noch war, und wie ja schon vor zehn Jahren festgestellt, hat es ja doch trotz allem nicht soooo die Folgen gehabt, die man damals vielleicht befürchtet haben mag – aber andererseits ist "11. September" doch trotz allem auch im Jahre 2016 noch kein Datum wie jedes andere; d.h. es ist und bleibt ein Datum, das schon allein von den nackten Zahlen her einem irgendwie einen leisen Schauer über den Rücken lagt, und bei dem jeder sofort gewisse Bilder vor dem geistigen Auge hat, und ich denke, das wird zumindest für unsere Generation auch noch eine ganze Weile so bleiben


    Übrigens noch eine Erkenntnis, die ich irgendwie durchaus merkwürdig finde:
    Am 11. September 2001 um 14:46 Uhr MESZ schlug das erste Flugzeug ins World Trade Center ein.
    Am 11. September 2011 um 14:46 Uhr befand ich mich oben auf einem Turm. Am 11. September 2016 um 14:46 Uhr befand ich mich auf einem Friedhof.
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


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  7. #27
    Mitglied im Juli-Fanclub Avatar von Sk8er_Girl
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    Ja, da kann ich dir bei allem recht geben

    Nur - ob du auf einem Turm oder auf einem Friedhof bist, ist doch deine Entscheidung
    Ich liebe dieses Leben.

  8. #28
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    Standard AW: 11. September 2001 - Fünf Jahre danach

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Nur - ob du auf einem Turm oder auf einem Friedhof bist, ist doch deine Entscheidung
    Naja, war ja in beiden Fällen nicht von langer Hand geplant, dass ich um genau die Uhrzeit genau dortunddort sein würde, von daher fand ichs schon ein bisschen auffällig ....
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