Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
Naja, natürlich darf er auch für seine Projekte werben wie jeder andere auch, aber trotzdem hat er doch gegenüber den anderen Gästen das Merkmal, dass er eben auf traurige Weise "durch" Wetten Dass bekannt wurde. Würde man das völlig übergehen (auch wenn ich es so gut wie für unmöglich halte), fände ich das ziemlich strange. Sicher, ich kann mir gut vorstellen, dass man nicht ständig darauf angesprochen werden will, wie es einem geht und dass man gehandicapt ist, aber in gewisser Weise war er ja nur deshalb in der Sendung...ich denke nämlich schon, dass er ziemlich den Stempel aufgedrückt bekommen hat "das ist der, der bei Wetten Dass den Unfall hatte". Ok, er war auch zum Zeitpunkt des Unfalls Schauspielstudent und wir alle wissen nicht, ob man ihn ohne den Unfall (oder auch ganz ohne den Auftritt bei WD) auch kennen würde, aber ehrlich gesagt möchte ich das doch eher bezweifeln.
Ja genau .... auch wenn er das vermutlich selber gerne wäre, ist er nun mal kein ganz normaler x-beliebiger Schauspieler, der irgendein neues Projekt vorstellt, gerade in einer Sendung wie Wetten dass nicht. Ich bezweifle auch, dass man ihn aus genau diesem Grund in die letzte Sendung eingeladen hat – sondern weil er eben der Mensch ist, dessen Leben und die Geschichte von Wetten dass so sehr miteinander verknüpft sind wie sonst bei keinem Menschen auf der Welt. Und ich glaube auch, kaum jemand im Publikum (weder im Saal noch zu Hause vor dem Fernseher) hat in ihm den Schauspieler mit seinem neuen Projekt gesehen, sondern eben den Mann, durch dessen Unfall sich damals alles geändert hat, und von dem sie vielleicht wissen wollten, wie es ihm heute geht und wie er so drauf ist. Dass er in dem neuen Schweiger-Film mitspielt (von dem ich durchaus schon gehört und gelesen hatte), hab ich erst in der Sendung erfahren; und um ganz ehrlich zu sein, hatte diese Information in meinen Augen fast ein wenig Alibi-Charakter. Um das noch mal klar zu betonen, ich finde es ja gut und ich hab vollsten Respekt davor, was er aus seinem Leben macht, und finde es auch völlig legitim, dass er seine Geschichte verkauft und damit Öffentlichkeitsarbeit betreibt (eine Chance, die die meisten Tetraplegiker nicht haben ....); aber wie Kristin schon sagte: das völlig auszublenden, und so zu tun, als sei das völlig normal, fände ich ziemlich surreal
(und wie gesagt, ich gehe davon aus, dass es auch für ihn selber alles andere als normal ist; auch wenn er es sich vielleicht selber wünscht )