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Thema: Wahljahr 2017

  1. #61
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    Standard AW: Wahljahr 2017

    Tjoa .... das letzte Schiff nach Jamaika ist heute Nacht anscheinend ohne Besatzung abgefahren


    Ganz bin ich mir zwar noch nicht mit mir selber einig, wie ich das nun finden soll. Definitiv aber werde ich das Gefühl nicht los, dass Herr Lindner schon seit dem Abend des 24.9. insgeheim auf genau das spekuliert hat und nie wirklich in eine Regierung wollte ....

    Ich hoffe jedenfalls ausdrücklich nicht, dass es jetzt zu Neuwahlen kommt. Vor allem weil ich mir auch nicht so wirklich vorstellen kann, was da in der gegenwärtigen Situation großartig Anderes rauskommen sollte als vor acht Wochen. Außer vielleicht noch das eine oder andere Prozentpünktchen mehr für die Partei, die auch jetzt schon kaum eine Gelegenheit auslässt, um gegen die "Altparteien" als Ganzes zu wettern ....
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  2. #62
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    Standard AW: Wahljahr 2017

    Wow, also wenn in einer Beziehung einer Schluss macht bzw das verkündet, ist er automatisch Schuld?
    Und wieso wird eigentlich ständig (wie ich finde) der FDP sooo Unrecht getan, dass selbst ich sie in Schutz nehmen muss?!
    Es geht doch darum, dass man unter den Parteien Kompromisse eingehen muss...da ist doch nicht nur einer beteiligt!
    Einer musste es ja nun mal verkünden. Dass Merkel selbst ihre eigene Großmutter verkauft hätte, um weiterregieren zu können, ist doch klar. Und so wirklich profitieren wird die FDP ja nun nicht, falls es zu Neuwahlen kommt, also kapier ich nicht, wieso ihr jetzt die alleinige Rolle des Buhmanns zugeschoben wird?!

    Abgesehen davon hoffe ich natürlich auch nicht auf Neuwahlen. Erstens darf ich gar nicht an das Geld denken, was ein neuerlicher sinnloser Wahlkampf verschlingt...zweitens kann man nicht solange würfeln, bis ein Pasch fällt. Jetzt ist eine Regierung zu bilden, und wenn es eine Minderheitenregierung ist, auch wenn das sicher nicht das Ideal ist.
    So oder so hab ich Angst, dass eines Tages in den Geschichtsbüchern die Jahre 2017/2018 besonders hervorgehoben werden...
    (wobei ich wiederum nicht begreife, wieso du noch nen Angriff gegen die AfD fährst, was auch immer die jetzt mit der Sondierung zu tun haben.)
    Il faut bien supporter deux ou trois chenilles si on veut connaître les papillons.

  3. #63
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    Standard AW: Wahljahr 2017

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Wow, also wenn in einer Beziehung einer Schluss macht bzw das verkündet, ist er automatisch Schuld?
    Und wieso wird eigentlich ständig (wie ich finde) der FDP sooo Unrecht getan, dass selbst ich sie in Schutz nehmen muss?!
    Es geht doch darum, dass man unter den Parteien Kompromisse eingehen muss...da ist doch nicht nur einer beteiligt!
    Einer musste es ja nun mal verkünden. Dass Merkel selbst ihre eigene Großmutter verkauft hätte, um weiterregieren zu können, ist doch klar. Und so wirklich profitieren wird die FDP ja nun nicht, falls es zu Neuwahlen kommt, also kapier ich nicht, wieso ihr jetzt die alleinige Rolle des Buhmanns zugeschoben wird?!
    Naja, ist eben immer die alte Frage: Wann ist Prinzipientreue noch Prinzipientreue und wann wird sie zur Sturheit? Wann ist Kompromissbereitschaft noch Komporomissbereitschaft und wann wird sie zur Beliebligkeit?
    Ich hab mir da noch kein endgültiges Urteil gebildet; aber die Zeichen deuten für mich in der Tat darauf hin, dass die FDP in Wahrheit nie wirklich mitregieren wollte und auf den richtigen Moment, aus der Nummer rauszukommen, nur gelauert hat. Vielleicht hat sie auch gehofft, dass die anderen Parteien es schon irgendwie alleine hinkriegen werden, den Karren gegen die Wand zu fahren, und musste nun entsetzt merken, dass selbst CSU und Grüne kurz davor waren, sich zu einigen. Und natürlich gehe ich davon aus, dass Lindner jetzt darauf hofft, diesen Schritt als Standhaftigkeit verkaufen zu können; aber es bleibt eben trotzdem die Frage, ob das Wahlvolk ihm das in einem (möglichen) neuen Wahlkampf so abkaufen wird oder eher als Drückebergertum abtut ...
    Auf jeden Fall fand ich das gut, was Steinmeier heute gesagt hat: Wer gewählt wird, trägt Verantwortung; und zwar für das ganze Land, nicht (nur) für seine eigenen Wähler. Genau das, finde ich, sollten die Parteien sich mal wieder etwas deutlicher hinter die Ohren schreiben.

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon hoffe ich natürlich auch nicht auf Neuwahlen. Erstens darf ich gar nicht an das Geld denken, was ein neuerlicher sinnloser Wahlkampf verschlingt...zweitens kann man nicht solange würfeln, bis ein Pasch fällt. Jetzt ist eine Regierung zu bilden, und wenn es eine Minderheitenregierung ist, auch wenn das sicher nicht das Ideal ist.
    So oder so hab ich Angst, dass eines Tages in den Geschichtsbüchern die Jahre 2017/2018 besonders hervorgehoben werden...
    (wobei ich wiederum nicht begreife, wieso du noch nen Angriff gegen die AfD fährst, was auch immer die jetzt mit der Sondierung zu tun haben.)
    Naja, letzten Endes ist die Situation, die wir jetzt haben, doch genau die, die die AfD immer malt: Berliner Politik als politisches Chaos einer im eigenen Saft schmorenden Elite; und man selbst ist die einzige Alternative, die wirklich den Bürger im Blick hat. Und gerade, wenn du schon die Geschichtsbücher zitiert: Wie war das doch gleich beim letzten Mal, als die etablierten Parteien sich untereinander nicht grün waren und die Leute sich daher in Scharen lieber einer neuen Partei zugewandt haben? Das war übrigens auch so eine Partei, für die letztendlich alle anderen Parteien Murks und das gewählte Parlament nur eine Schwatzbude war ....
    (Und ganz fernab von allen politischen und idelogischen Inhalten dieser Partei: einfacher würde eine Mehrheitsfindung zwischen den übrigen Parteien bei einer noch weiter erstarkten AfD sicherlich auch nicht ....)
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  4. #64
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    Standard AW: Wahljahr 2017

    Ich frage mich schon die ganze Zeit, woran man eigentlich festmachen will, dass die FDP "von Anfang an nicht regieren wollte"... Ich meine - ihr Ziel bei dieser Wahl war, wieder in den Bundestag zu kommen, aber warum sollte man dann nicht regieren wollen, wenn man es geschafft hat? Mir erschließt sich das nicht so ganz.
    Davon abgesehen finde ich, dass es enorm von Rückgrat zeugt, auch sagen zu können "es funktioniert nicht, wir können das so nicht machen". Muss man denn auf Teufel komm raus Kompromisse suchen, mit denen aber niemand für vier Jahre leben kann? Die Parteien nicht und die Bürger nicht? Muss man sich dazu zwingen, eine Einigung zu finden und weiterzumachen (und wir reden ja immernoch nur über die Sondierungs- und noch gar nicht über die richtigen Koaltionsgespräche), obwohl man merkt, dass es einfach nicht funktioniert? Ist es nicht viel ehrenhafter, sich hinstellen zu können und zu sagen "so nicht"?
    Dieses ganze FDP-Bashing finde ich irgendwie wirklich nicht angebracht - es nein, ich bin kein FDP-Wähler, falls das was zur Sache tut.

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