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Thema: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

  1. #1
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    Standard Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Das Thema dieses Threads spukt mir schon seit längerem so ein bisschen im Kopf herum, und aufgrund eines ganz unerwarteten aktuellen Anlasses (s.u.) hab ich mich nun endgültig mal dazu entschlossen, es in einen Thread zu gießen


    Also, es dürfte ja kein Geheimnis sein (und ich glaube auch nicht, diesbezüglich in dieser Hinsicht ein Einzelfall hier im Forum zu sein ), aber seit ungefähr zehn, zwölf, dreizehn Jahren bin ich nunmehr hauptsächlich der deutschsprachigen Pop-Rock-Musik verfallen. Aber trotzdem beginne ich mich seit einigen Jahren zu fragen: Geht es eigentlich nur mir so, oder bestehen inzwischen gefühlte 80 bis 90 Prozent des im Radio rauf und runter laufenden Deutschpops aus Songs nach immer wieder derselben Masche „sensibler junger Mann singt ein weinerliches Lied“? Ich meine, ich möchte damit nicht sagen, dass ich Tim Bendzko, Andreas Bourani, Mark Forster, Adel Tawil, Philipp Poisel, Johannes Oerding, Bosse, Max Giesinger, Revolverheld oder Wincent Weiss (sicher hab ich jetzt trotzdem noch den einen oder anderen Namen vergessen) in Grund und Boden verdamme; manche (!) Hits der Genannten mag ich ja durchaus, und zum Teil (nicht ausnahmslos) sind es sicher auch nette und coole Typen; aber dennoch kann ich nicht verleugnen, dass es irgendwie immer wieder dasselbe Strickmuster ist. Und dazu, immerhin 30 oder 40 Euro für eine Konzertkarte hinzublättern, geschweige denn dafür womöglich noch weit zu fahren, verlockt mich irgendwie keiner der immerhin zehn genannten Namen so richtig


    Joa, und was mir in diesem Jahrzehnt sonst noch für Trends auffalen:
    • 1) Während die „ursprüngliche“ Neo-NDW um 2004/05 herum ganz überwiegend von weiblichen Stimmen geprägt war (Juli, Silbermond, WSH, Christina Stürmer, MIA., Klee; auch schon länger etablierte Künstler wie Rosenstolz oder Nena waren damals nicht unerfolgreich), scheint der Deutschpop von heute fast ausschließlich männlich zu sein. Selbst Acts wie die Toten Hosen oder Xavier Naidoo oder bis vor kurzem noch Unheilig würden ja zumindest noch ein bisschen in die oben genannte Aufzählung passen. Wenn heute weibliche Stimmen erfolgreich auf Deutsch singen, dann ist es entweder etwas Elektronisch-Tanzbares (Glasperlenspiel, Kerstin Ott, Frida Gold) oder halt irgendwelches Schlagerzeugs.
    • 2) Und damit wären wir auch schon nahtlos beim zweiten Punkt: Dass der deutsche Schlager jemals wieder erfolgreich sein würde; dass also z.B. Helene Fischer ganze Stadien füllen und drei (!) Jahre in Folge die deutschen Alben-Jahrescharts (!) anführen würde; oder dass junge Menschen in Scharen dem „Volks-Rock'n'Roller“ Andreas Gabalier zujubeln oder eine gewisse Beatrice Egli zur DSDS-Siegerin wählen würden .... das hätte ich mir vor zehn, zwölf Jahren auch nicht träumen lassen ….


    Und joa, das ganze Thema spukt mir zwar wie gesagt schon sehr lange im Kopf herum; aber nun gerade passt es (wie oben schon angedeutet) noch ganz besonders: Und zwar hat sich anlässlich der jüngst über die Bühne gegangenen Echo-Verleihung ein gewisser Jan Böhmermann in seiner Sendung genau dieser Problematik angenommen und mit dem Lied „Menschen Leben Tanzen Welt“ seine ganz eigene Parodie des prototypischen aktuellen deutschsprachigen Popsongs abgeliefert:
    https://youtu.be/h8MVXC_hqNY
    Und naja, es ist ja vielleicht kein Geheimnis, dass ich den lieben Herrn Böhmermann grundsätzlich gaaaaar nicht abkann …. aber hier muss ich (wenn auch widerstrebend) einräumen, dass ich diesen Beitrag tatsächlich verdammt treffend finde


    Also, wie seht ihr das? Geht es euch beim Radiohören in der heutigen Zeit ähnlich wie mir? Oder bin ich hier genauso ungerecht wie die, die im Jahr 2005 gesagt hätten, dass Juli, Silbermond, die Helden und Frau Stürmer doch eh alles derselbe Einheitsbrei sind?
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  2. #2
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Ich habe mich die letzten Tage schon gefragt, wo und wie ich diesen "neuesten Böhmermann-Coup" hier am geeignetsten einbringe - dann nutze ich also einfach mal diesen Thread dazu

    Deswegen vorweg ein paar Worte zu Böhmermann und seinen Streich. Ich kann diesen Typen nicht ausstehen, keine Ahnung ob das in meinem Fall ein Geheimnis ist oder nicht. Zwar habe ich bisher noch nicht rausgefunden, in welche Richtung sich unser Niveau unterscheidet, aber zum einen kann ich über diesen Menschen und seine vielen ach-so-lustigen Dinge absolut überhaupt nicht lachen und zum anderen fällt es mir täglich schwerer, diejenigen zu verstehen, die es können. Dass dieser Typ in "der Erdogan-Sache" so davongekommen ist, entzieht sich immer noch meinem Verständnis, aber das gehört hier ja nicht hin. Was aber eher hierher gehört ist, dass ich das Gefühl nicht loswerde, dass er einfach extrem aufmerksamsgeil ist und zu dem Typ "Prominenter" gehört, der nahezu alles dafür tun würde, im öffentlichen Gespräch zu sein. Und, dass er vor allem vornerum immer so tut als wäre ja alles in der Deutschen Fernseh-/Musik-/was-auch-immer-Landschaft ja so grottenschlecht und peinlich und unter aller Sau und überhaupt, er aber hinentrum alles dafür tut, um genau in dieser Landschaft ein ganz großer zu werden. Dazu passt dieses Echo-Zeug wieder optimal: Die Deutsche Musik ist scheiße, der Echo ist scheiße, aber hey, ich will ihn gewinnen! Wieso will er denn mit diesen Affen unbedingt einen Echo gewinnen, wenn der doch eh total scheiße ist? Ich warte schon darauf, dass im nächsten Jahr die große Enthüllung kommt, dass er ja einen Kandidaten beim ESC eingeschleust hat, weil der ESC ja total scheiße ist und er das der ganzen Welt zeigen möchte - er dann aber gerne möchte, dass dieser "Fake-Kandidat" bitte auch gewinnt.
    Genauso übrigens wie Joko und Klaas - finden die Goldene Kamera und die Deutsche Film-/Fernsehlandschaft total scheiße, wollen aber unbedingt so einen Preis haben, dass sie sich einfach mal einen beschaffen, indem sie sagen, wie scheiße sie das alles finden. Wie gesagt - diese Logik verstehe ich nicht, aber auch bei diesen zwei Personen habe ich das bereits erwähnte Niveau-Problem.

    Naja, das mal "kurz" meine einleitenden Worte dazu, ich werde aber auch in den nächsten Zeilen nicht umhin kommen, immer wieder darauf Bezug zu nehmen.
    Um aber erstmal deine Frage zu beantworten:

    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Oder bin ich hier genauso ungerecht wie die, die im Jahr 2005 gesagt hätten, dass Juli, Silbermond, die Helden und Frau Stürmer doch eh alles derselbe Einheitsbrei sind?
    Kurz und knapp:
    Ja.

    Etwas länger:
    Ich weiß nicht, wie intensiv du damals jemandem widersprochen hast, der meinte, "Das Beste" sei von JULI und Silbermond waren doch die mit diesem Lied über diese Welle und das sei doch eh alles dasselbe. Ich vermute, dass es von außen betrachtet natürlich genauso viele Gemeinsamkeiten zwischen den Bands damals gab wie es heute zwischen den von dir aufgezählten männlichen Sängern gibt. Frag einen Fan - der kann dir aus dem Stegreif sämtliche Unterschiede zwischen Bendzko, Poisel und Giesinger aufzählen wie du damals zwischen JULI, Silbermond und den Helden. Frag jemanden, der sich dafür nicht interessiert - für den klingt nach wie vor alles gleich. Vermutlich hat auch für unsere Großeltern früher alles gleich geklungen, was unsere Eltern damals gehört haben.

    Und was ist denn die Alternative? Wenn man mal davon ausgeht, dass man kein Indie-Öko-Punk ist, der sowieso auf Mainstream scheißt und nur die Musik hört, die zwei einsame Seelen am Straßenrand machen, sondern einfach ein Otto Normalbürger, der einen Mainstream-Radiosender hört. Da hat man auf der einen Seite vielleicht diesen Einheitsbrei Deutschpop. Auf der anderen Seite aber den Einheitsbrei DJ-Bumm-Bumm mit Neuauflagen von Hits aus den 80ern. Und da kann ich für mich persönlich nur behaupten, dass mir ein junger Mann, der Gitarre spielen kann und eine schöne Stimme hat um so viele Längen lieber ist als jemand, der in seinem Kinderzimmer die alte Platte von Mama auf den PC gezogen und ein bisschen Computer-Beat drübergelegt hat. Das hat für mich in etwa genauso viel mit Musik zu tun wie ein 80m² großer Flokati mit Kunst (bevor jemand fragt - der hängt, oder hing zumindest, im Kunstmuseum Stuttgart).

    Was ich mich seit diesem neuesten Böhmermann-Scheiß aber vor allen Dinge frage: Ist es denn wirklich so schlimm und verwerflich, wenn man diese Musik gut findet? Oder andersrum - welche Musik muss man denn gut finden, damit man in den Augen der Öffentlichkeit heutzutage angenommen wird? Oben genannten DJ-Scheiß? Oder weiter oben genannte Öko-Indie-Straßenmusik? Man darf heute ja schon kaum mehr sagen, dass man Mark Forster, Revolverheld oder einen anderen deutschen Sänger gut findet oder am Ende gar gerne den Echo anschaut. Da frage ich mich doch: Warum? Was ist daran verwerflich? Warum will mir Herr Böhmermann verbieten, mich mit sowas auseinanderzusetzen, sowas gut zu finden und mich von sowas berühren zu lassen? Davon abgesehen - wenn ich mal aktuelle deutsche Texte den Übersetzungen englischer Hits gegenüberstelle, finde ich da a) entweder gar keinen großen Unterschied (Liebe war nun mal schon immer das Songthema Nr. 1, egal in welcher Sprache und in welchem Musikstil) und b) sind da bei den Deutschen doch wahrhaftig größere Poeten dabei als bei allen DJs zusammen.

    Und was das von dir noch angesprochene Schlager-Phänomen angeht... Darüber habe ich in letzter Zeit auch mal relativ intensiv nachgedacht, nicht zuletzt seit ich vor ich glaube zwei Wochen in eine ARD-Show reingezappt habe mit u.a. Helene Fischer, bei der gefühlte 3 Millionen Menschen im Publikum waren, von denen geschätzte 80% in meinem Alter oder sogar noch jünger waren. Und der Schluss, zu dem ich gekommen bin, ist, dass sich die Welt in der letzten Zeit so sehr zu verändern scheint, dass dieses fröhliche (wenn vielleicht auch aufgesetzte), farbenprächtige, durchchoreographierte Spektakel eines Helene Fischer-Konzerts einfach zwei Stunden Unbeschwertheit bedeuten und einem das Gefühl geben, dass die Welt vielleicht doch nicht so schlimm ist wie einem Glauben gemacht wird.
    Ähnlich sehe ich das z.B. auch bei dem von dir auch schon mal unverstandenen Phänomen Kelly Family - vielleicht ist es einerseits wirklich nicht so ganz leicht zu glauben, dass eine Band aus den Neunzigern, die damals ja schon arg polarisiert haben, heute ein Comeback ankündigen können, dass binnen kürzester Zeit die größten Hallen Deutschlands füllt. Aber andererseits ist das bei schätzungsweise 95% der Ticketkäufer (inklusive mir, falls das wichtig ist) vermutlich einfach das Gefühl, sich wieder 20 Jahre zurückversetzen zu können und für zwei Stunden wieder Kind sein zu können und das Erwachsenenleben einfach Erwachsenenleben sein zu lassen. Einfach ein wenig Nostalgie und Heile-Welt.

    Um jetzt aber mal einen Punkt zu machen (mindestens die Hälfte meines Beitrages hat ja sowieso nichts mit dem von dir gedachten Thema zu tun ^^) - Geschmäcker waren schon immer verschieden und werden es auch immer bleiben. Ich kann die Sportis nicht leiden, jemand anders kann Revolverheld nicht leiden Und es wird halt auch immer unterschiedliche Trends geben. Vor 15 Jahren war "weibliche Sängerin mit Musiker-Jungs" angesagt, jetzt ist "junger Sänger mit Bart und Gitarre" angesagt, irgendwann ist vielleicht mal "Mann mit Glatze und Background-Musikerinnen" angesagt. Was einem davon gefällt oder nicht, muss halt jeder für sich selbst rausfinden. Und es ist ja nicht so, dass es zwischen all diesen Extremen nicht auch noch etwas anderes gäbe. Aber es ist wohl einfach ähnlich wie mit Büchern - die großen Autoren lachen dich schon vor dem Eingang zur Buchhandlung an, die kleinen muss man explizit bestellen. Und in der Musik ist es halt so, dass es die einen einfach zu einem großen Namen und in die Mainstream-Radiosender schaffen und die anderen halt bei 50 Facebook-Fans bleiben. Aber zu sagen, dass nur letztere etwas wert sind und erstere es überhaupt nicht verdient haben, bzw. man als Musikfan nur ernstgenommen wird, wenn man auf erstere und nicht auf letztere steht, finde ich nicht nur unfair, sondern mehr als unter aller Sau (und nein, damit meine ich nicht dich, sondern z.B. Herrn B.).


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  3. #3
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Joa, also ich denke zumindest auch, dass man aus objektiver Sicht nicht sagen kann „in den 2000er Jahren war die deutsche Poprockmusik besser, heute ist sie schlechter“. Oder „Frontfrau und Jungsband ist besser als männlicher Solosänger“.
    Ich denke, es spielt auch einfach mit rein, dass wir damals jugendlich waren und die Musik als identitätsstiftend(er) empfanden. Für mich persönlich war der Echo 2004 ein Moment, der quasi einen Schalter umgelegt hat – dort spielten die Helden „Denkmal“, auf einmal war deutsche Musik im Trend, es folgten Juli, Silbermond, Rosenstolz (die's zwar schon vorher gab, die aber schon dann ne gesteigerte Popularität erfuhren). Vorher habe ich an deutscher Musik nur Grönemeyer und Die Ärzte gehört, ab 2004 wuchs die Anzahl an Gruppen stark an.
    Später hab ich mich zwar dann eeeeher in die etwas rockigere Richtung entwickelt und bevorzuge, ohne dass ich es recht erklären kann, eher männliche Sänger, aber prägend waren die Jahre damals definitiv.
    Und ich gebe aber Juli Recht, dass es damals sicherlich auch eine ganze Menge an Menschen gab, die damit wenig anfangen konnte, die die Lieder vielleicht im Radio nebenbei ganz okay fanden, aber mehr auch nicht.
    Und heute sind wir (ja, ich seh das ähnlich wie du, Steffen) eben die Leute, die einige Lieder der männlichen Solokünstler ganz gut finden, aber wo der Funke nicht so riiichtig überspringt und wo man das Gefühl hat, dass die alle das gleiche dudeln, wenn man sich nicht näher damit beschäftigt. Aber das ging bestimmt auch 2004 den Leuten so, die Anfang der 90er groß wurden, auch wenn man erstaunt ist, ist das schließlich der gleiche zeitliche Abstand


    Was mich ein wenig verwundert bzw. was ich anders sehe:
    Steffen, bei dir klingt es so, als wärst du dieser aktuellen Musik auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Klar hört man Radio, das finde ich auch ganz wichtig, um das aktuelle bissl zu kennen (und manchmal entdeckt man ja doch auch was ganz Tolles), aber ich habe nicht den Anspruch, dass Radio komplett meinen Musikgeschmack widerspiegelt oder mir Vorschläge macht, sodass ich mich nicht anderweitig umhören muss.
    Seit ich ein Radio habe, mit dem ich Internetradio empfangen kann, höre ich ja auch recht oft französische Radiosender bzw. hab jetzt schon seit einer ganzen Weile einen ganz tollen entdeckt - da stell ich mich ja auch nicht hin und sage, dass die bei JUMP gefälligst alte chansons aus den 70ern spielen sollen, sondern ich suche mir eben das, was mir gefällt

    Und ich finde auch, dass Juli es mit „Welche Alternative gibt es zur Mainstreammusik?“ etwas schwarz-weiß beschreibt (auch wenn du es sicher einfach nur zugespitzt hast).
    Man kann sich doch seine Musik raussuchen, sich beispielsweise auch immer ähnliche Künstler anzeigen lassen und so nach dem „trial and error“-Prinzip verfahren:
    Wanda? Auch wenn ich es nicht so recht erklären kann, aber wie geil ist das denn?!
    Und dann kommt man unwillkürlich zu Bilderbuch, mit denen kann ich aber außer mit „Maschin“ wenig anfangen. Wenn man aufs Konzert von Annenmaykantereit geht, lernt man Von Wegen Lisbeth kennen, findet die Band super, lädt sich die EP runter, später dann das Album und hört sie auf einmal viel mehr als AMK selber. Und dass ich wohl nie im Leben Madsen kennen würde, wenn mir nicht ne Freundin damals eine heiße Empfehlung für sie ausgesprochen hätte [und nicht etwa, weil sie im Radio liefen], hab ich bestimmt hier und da schon erzählt

    Und so zieht sich das doch durch, dass man immer mal ne neue Band entdeckt, die eine mag man, die andre nicht, und irgendwie entwirrt man das Ganze dann und macht sich klar, was man mag und was nicht....
    Die meisten Bands, die ich mag, finden größtenteils gar nicht im Radio statt, aber sie geben trotzdem Konzerte, haben nicht nur 50 Fans und man kann ihre Alben ganz normal runterladen, also wo ist da das Problem? Also dass zB du, Steffen, dich auf die Suche nach deutschprachigen Poprockbands mit Sängerin begibst...
    Es gibt doch noch ganz viel zwischen „tritt mit seiner Klampfe vor 20 Leuten auf“ und „Megasuperstar“

    Zum Schlager:
    Ja ich denk schon auch, dass da gewaltig der Zeitgeist reinspielt, der Rückzug ins Private, ins Seichte vielleicht auch, aber davon abgesehen muss man ja auch sagen, dass z.B. in den 70er Jahren sicher auch so einige, die Mitte 20, um die 30 waren, Schlager gehört haben...in gewisser Weise ist das ja schließlich auch Mainstream.
    Ich persönlich mag es nicht, aber finde das nun auch nicht grad tragisch

    Zu Jan Böhmermann:
    naja, also ich mag ihn auch nicht, muss aber auch gestehen, dass das Video bzw. das Lied mich doch ein wenig haben schmunzeln lassen. Wobei ich auch finde, dass das einfach erstmal nur ne Parodie ist, der eben zur Aussage hat, dass es derzeit eine große Anzahl junger Sänger gibt, deren Texte bzw. Liedinhalte recht ähnlich sind.
    Also ich hab keine Ahnung, was da wieder beim Echo lief, aber so für sich genommen find ich das Lied gar nicht mal schlecht...also im doppelten Sinne, es ist eben das typische Gesinge, was man eigentlich nicht schlecht finden kann, aber ich finds als Kritik auch ganz in Ordnung, gestehe aber wie gesagt, dass ich keine Ahnung von irgendwelchen Hintergründen habe
    (Übrigens finde ich Joko und Klaas sogar nochmal ne Schippe schlimmer als Böhmermann...)

    Ach so, und Juli, klar fühlt man sich da bestimmt irgendwie angesprochen, aber ich denke doch, die Kritik zielt auf die Künstler selbst und nicht auf die, die es hören...
    Geändert von Sk8er_Girl (09.04.2017 um 21:29 Uhr)
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    aber nichts davon bleibt

  4. #4
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Und ich finde auch, dass Juli es mit „Welche Alternative gibt es zur Mainstreammusik?“ etwas schwarz-weiß beschreibt (auch wenn du es sicher einfach nur zugespitzt hast).
    Man kann sich doch seine Musik raussuchen, sich beispielsweise auch immer ähnliche Künstler anzeigen lassen und so nach dem „trial and error“-Prinzip verfahren:
    Klar ist das schwarz-weiß und überspitzt, aber jede Überspitzung hat ja auch immer einen wahren Kern.
    Und Steffen sprach ja (auch) davon, dass eben im Radio wahnsinnig viel von solcher "männliche Gitarrenmusik" läuft - dem wollte ich eben entgegenstellen, dass die andere Hälfte davon dieses DJ-Zeugs ist. Gut, und Ed Sheeran. Aber der zählt ja auch zu "weinerlicher junger Typ mit Gitarre"

    Und gut, das mit dem "ähnliche Künstler anzeigen lassen" funktioniert halt im Radio nicht so gut - und youtube zB ist für mich kein Musikkanal, Spotify nutze ich nicht und amazon nur zum expliziten Bestellen, aber nicht zum Stöbern. Im Radio läuft von den von dir genannten (bis auf ab und zu AMK) halt nichts. Aber klar, über Empfehlungen und durch Konzerte und so stößt man natürlich immer mal auf was Tolles, was man dann auch weiterverfolgt. Ich könnte da für mich z.B. Lemo, Matteo Capreoli oder Niila nennen (und jaaaa - zwei davon gehören auch zum Typus "junger Kerl mit Klampfe", aber mir gefällt diese Musik halt auch einfach). Aber es ging ja (zumindest habe ich das so verstanden) darum, was zur Zeit im Radio läuft, und da findet man von denen halt nüscht.

    Was aber nicht heißt, dass das schlimm ist - ich persönlich mag die Hälfte von dem, was "mein" Radiosender spielt (die andere Hälfte, wie gesagt, hirnloser DJ-80er-Jahre-Remake) und sehe nichts Negatives darin, dass das meiste davon momentan dem genannten Typus entspricht. Und ich möchte da auch nicht den Radiosender wechseln - was dann privat auf meinem mp3-Player läuft, kann ich mir ja raussuchen, aber zum Frühstück will ich nicht noch anfangen müssen, meine gesamte Playlist zu durchforsten und erst dann bei einer kleinen alternativen Band fündig zu werden, wenn ich schon dreimal fertig bin mit Essen

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Ach so, und Juli, klar fühlt man sich da bestimmt irgendwie angesprochen, aber ich denke doch, die Kritik zielt auf die Künstler selbst und nicht auf die, die es hören...
    Naja, vielleicht, aber die Frage ist doch auch - warum ist der Künstler selbst damit so erfolgreich? Weil es viele Menschen gibt, die ihm zuhören und seine Platten kaufen. Würde das niemand pushen, gäbe es ja keinen Giesinger-Bendzko-Forster im Radio. Und deswegen: Ja, ich fühle mich davon auch ein bisschen persönlich angegriffen, weil - für mich - da so ein bisschen "wer das gut findet, ist niveaulos und begreift ja gar nicht, wie dumm dieses System eigentlich ist" mitschwingt. Und wie bei allem gilt einfach auch hier, dass Geschmäcker verschieden sind, und ich finde, man sollte nicht über den Geschmack eines anderen urteilen...


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  5. #5
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    Naja also wie gesagt, das Radio deckt meinen Musikgeschmack kaum ab, andrerseits möchte ich schon immer wissen, was aktuell so läuft (und manchmal muss es eben nebenbei dudeln) und deshalb höre ich eben Radio, aber das "Suchen" (mach ich ja auch nur hin und wieder) ist es mir auf jeden Fall wert. Also mir ist das gerade erst bewusst geworden, dass das quasi beides nebeneinander besteht.
    Ging ja eigentlich nur darum, wenn man die aktuelle, im Radio gespielte Musik nicht mag, dann sucht man sich halt (auch noch) was andres, fertig

    Und hmm, naja, du hast mit den Geschmacksfragen schon recht (auch wenn das natürlich niiiie gelingen wird, dass man den Geschmack anderer gar nicht kritisiert), aber ich finde die Kritik hier doch nicht sooo krass, also dass jetzt Fans von Bendzko/ Forster/ etc. total gedisst werden. Klar, Böhmermann stellt's halt so dar, dass es ein ziemliches Baukastenprinzip ist, nach denen die Lieder geschrieben werden, aber "niveaulos" finde ich nicht unbedingt (also dass daraus die Hauptkritik besteht)...und ich denke, dass andere Musikrichtungen schon noch stärker unter Beschuss und trotzdem erfolgreich sind - gerade wenn wir an den Schlager denken
    Ist ja auch oft so ein "ich bin cool, ich hör voll die harte Musik" (Metal, Hiphop, ...) und wenn man einfach nur Pop oder Schlager hört, gilt das nicht als cool. Aber aus dem Alter sind wir doch raus, dass wir das sein müssen
    alles hier erinnert
    aber nichts davon bleibt

  6. #6
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    Zunächst mal (auch wenns nicht zum eigentlichen Thema gehört):
    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Deswegen vorweg ein paar Worte zu Böhmermann und seinen Streich. Ich kann diesen Typen nicht ausstehen, keine Ahnung ob das in meinem Fall ein Geheimnis ist oder nicht. Zwar habe ich bisher noch nicht rausgefunden, in welche Richtung sich unser Niveau unterscheidet, aber zum einen kann ich über diesen Menschen und seine vielen ach-so-lustigen Dinge absolut überhaupt nicht lachen und zum anderen fällt es mir täglich schwerer, diejenigen zu verstehen, die es können. Dass dieser Typ in "der Erdogan-Sache" so davongekommen ist, entzieht sich immer noch meinem Verständnis, aber das gehört hier ja nicht hin. Was aber eher hierher gehört ist, dass ich das Gefühl nicht loswerde, dass er einfach extrem aufmerksamsgeil ist und zu dem Typ "Prominenter" gehört, der nahezu alles dafür tun würde, im öffentlichen Gespräch zu sein. Und, dass er vor allem vornerum immer so tut als wäre ja alles in der Deutschen Fernseh-/Musik-/was-auch-immer-Landschaft ja so grottenschlecht und peinlich und unter aller Sau und überhaupt, er aber hinentrum alles dafür tut, um genau in dieser Landschaft ein ganz großer zu werden. Dazu passt dieses Echo-Zeug wieder optimal: Die Deutsche Musik ist scheiße, der Echo ist scheiße, aber hey, ich will ihn gewinnen! Wieso will er denn mit diesen Affen unbedingt einen Echo gewinnen, wenn der doch eh total scheiße ist? Ich warte schon darauf, dass im nächsten Jahr die große Enthüllung kommt, dass er ja einen Kandidaten beim ESC eingeschleust hat, weil der ESC ja total scheiße ist und er das der ganzen Welt zeigen möchte - er dann aber gerne möchte, dass dieser "Fake-Kandidat" bitte auch gewinnt.
    Genauso übrigens wie Joko und Klaas - finden die Goldene Kamera und die Deutsche Film-/Fernsehlandschaft total scheiße, wollen aber unbedingt so einen Preis haben, dass sie sich einfach mal einen beschaffen, indem sie sagen, wie scheiße sie das alles finden. Wie gesagt - diese Logik verstehe ich nicht, aber auch bei diesen zwei Personen habe ich das bereits erwähnte Niveau-Problem.
    Erst vor kurzem hatten wir im Lena-Forum eine entsprechende Diskussion (nach allem, was ich weiß, macht J.B. sich regelmäßig über Lena und auch ihre Figur lustig, was einige Lenaforisten aber nicht davon abhält, ihn trotzdem abzufeiern). Dort schrieb ich, dass sowohl Böhmermann als auch Joko & Klaas für mich in der deutschen Medienlandschaft heute ungefähr das sind, was vor ca. 15 Jahren Stefan Raab war. Gerade der von dir erwähnte ESC ist dafür doch ein recht gutes Beispiel: Indem er zunächst "Guildo hat euch lieb" und dann auch "Wadde hadde dudde da" zum ESC brachte, hat Raab es damals geschafft, die bräsige und versiegelte Langeweile dieses Wettbewerbs zu konterkarieren und ihn zugleich wieder ins öffentliche Gespräch zu bringen. Und auch sonst verstand er es meisterlich, sich durch allerlei Aktionen Aufmerksamkeit zu verschaffen, egal ob er nun Wok fuhr, gegen Frau Halmich boxte oder zufällige Aussprüche einer sächsischen Hausfrau und eines Bundeskanzlers zu Charthits verarbeitete. Auch wer (wie ich damals) nie seine Sendungen geschaut hat, kam an den damaligen Schlagzeilen kaum vorbei; selbst wenn man ihn eher als nervigen, arschigen Kasper empfand. Erst als er dann mit Max Mutzke und v.a. Lena bewiesen hat, dass er auch mit durchaus ernsthaften Künstlern ESC-Erfolge einfahren kann, und indem er Shows wie Schlag den Raab oder den Buvisoco aus der Taufe gehoben hat, schaffte er es dann, auch über das Gekasper hinaus Anerkennung (auch bei mir) zu erlangen. Und als er dann im Jahre 2015 seinen Abschied vom Bildschirm verkündete, riss das in die deutsche Fernsehlandschaft eine Lücke, die bis heute kaum gestopft ist. Und ich frage mich halt: Werden auch Böhmermann oder Joko & Klaas irgendwann diesen Weg gehen? Oder werden sie ihr Leben lang die fiesen Clowns bleiben? Das muss natürlich die Zukunft zeigen ... auch wenn ich ehrlich zugebe, dass ich da vorsichtshalber lieber erst mal skeptisch bleibe



    So, und nun aber zur eigentlichen Thematik:
    Ja, wo ich geschrieben haben soll, dass ich denen, die die genannte Musik trotzdem mögen, dafür einen Vorwurf machen, ist mir auch etwas schleierhaft
    Ich bin ja generell jemand, der begeistertes und hingebungsvolles Fantum als etwas sehr Positives und Erstrebenswertes empfindet .... selbst dann, wenn es sich, sagen wir, an Mark Forster oder Revolverheld oder meinetwegen sogar an Helene Fischer richtet (womit ich nicht sage, dass ich persönlich alles davon per se als universell gut empfinde, und dass man sich darüber im Zweifelsfall auf gaaaar keinen Fall lustig machen darf; aber dennoch sehe ich es immer noch positiver als achselzuckende Gleichgültigkeit)

    Ansonsten: Ich will ja auch gar nicht sagen, dass ich sämtliche aktuellen Deutschrockpopkünstler über einen Kamm scheren will, oder dass sie selber und ihre Musik mir alle gleichermaßen zuwider und unsympathisch wären (z.B. Tim Bendzko scheint als Person schon ein ziemlich cooler Typ zu sein, musikalisch ist er aber wirklich nicht so mein Fall; während ich Andreas Bourani musikalisch besser als Bendzko finde, als Persönlichkeit hingegen – aber lassen wir das ) ... aber naja, ich empfinde es eben alles schon als ein wenig beliebig und austauschbar, und zwar in der Tat mehr, als es bei den Bands von vor zehn, zwölf Jahren der Fall war. Damals waren die Gemeinsamkeiten eben 'männliche Bands mit einer Frontfrau' und 'singen auf Deutsch', aber das war es dann größtenteils auch schon. Zwischen den Gitarrenhipstern von heute würde ich hingegen schon auch inhaltlich gewisse Gemeinsamkeiten erkennen, die sich eben in genau dem "Menschen Leben Tanzen Welt, wir trampen nach Alaska, wooohooohooohooo" eines Jan Böhmermann subsummieren lassen. Wenn wir uns hingegen mal Juli, Wir sind Helden und Jennifer Rostock als drei aus den 2000ern stammende deutsche Popbands mit Frontfrauen vorstellen, dann erkenne ich da aus stilistischer Sicht in der Tat nicht soooo viele austauschbare Gemeinsamkeiten. Zumindest kann ich mir hier deutlich schwerer vorstellen, wie ein beliebiger Fernsehkomiker "den" deutschen Band-mit-Frontfrau-Popsong hätte karikieren sollen, der dann auch wirklich für so gut wie alle der genannten Bands gleichermaßen treffend ist, so wie es Böhmermann hier mit den Bartträgern gelungen ist

    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Und hmm, naja, du hast mit den Geschmacksfragen schon recht (auch wenn das natürlich niiiie gelingen wird, dass man den Geschmack anderer gar nicht kritisiert), aber ich finde die Kritik hier doch nicht sooo krass, also dass jetzt Fans von Bendzko/ Forster/ etc. total gedisst werden. Klar, Böhmermann stellt's halt so dar, dass es ein ziemliches Baukastenprinzip ist, nach denen die Lieder geschrieben werden, aber "niveaulos" finde ich nicht unbedingt (also dass daraus die Hauptkritik besteht)...und ich denke, dass andere Musikrichtungen schon noch stärker unter Beschuss und trotzdem erfolgreich sind - gerade wenn wir an den Schlager denken
    Naja, klar kritisiert J.B. vor allem dieses Baukastenprinzip (er sagt ja z.B. auch, dass sein Lied von Schimpansen im Zoo getextet wurde) ... aber impliziert das nicht auch gleichzeitig eine inhaltliche Kritik? Also bringt er damit nicht zugleich auch zum Ausdruck, dass diese vermeintlichen Werke gedankentiefer Gitarrenpoesie in Wahrheit auch nur Reißbrettschlager im Hipstergewand sind?
    Hier zum Beispiel ein Artikel, in dem Böhmermann auch selbst zu Wort kommt: http://www.mdr.de/kultur/tote-hosen-...rmann-100.html
    (und dass dies ein Problem ist, das sich nicht mal nur auf den Gitarrenpop beschränkt, wurde mir vor einiger Zeit mal gewahr, als ich im Internet auf ein "Quiz" stieß, in dem man bestimmen sollte, ob bestimmte Songzitate von Casper oder aber doch von Roland Kaiser stammen. Was soll ich sagen? War doch schwerer als gedacht )

    Stichwort Schlager:
    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Und was das von dir noch angesprochene Schlager-Phänomen angeht... Darüber habe ich in letzter Zeit auch mal relativ intensiv nachgedacht, nicht zuletzt seit ich vor ich glaube zwei Wochen in eine ARD-Show reingezappt habe mit u.a. Helene Fischer, bei der gefühlte 3 Millionen Menschen im Publikum waren, von denen geschätzte 80% in meinem Alter oder sogar noch jünger waren. Und der Schluss, zu dem ich gekommen bin, ist, dass sich die Welt in der letzten Zeit so sehr zu verändern scheint, dass dieses fröhliche (wenn vielleicht auch aufgesetzte), farbenprächtige, durchchoreographierte Spektakel eines Helene Fischer-Konzerts einfach zwei Stunden Unbeschwertheit bedeuten und einem das Gefühl geben, dass die Welt vielleicht doch nicht so schlimm ist wie einem Glauben gemacht wird.
    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Ja ich denk schon auch, dass da gewaltig der Zeitgeist reinspielt, der Rückzug ins Private, ins Seichte vielleicht auch, aber davon abgesehen muss man ja auch sagen, dass z.B. in den 70er Jahren sicher auch so einige, die Mitte 20, um die 30 waren, Schlager gehört haben...in gewisser Weise ist das ja schließlich auch Mainstream.
    Ich persönlich mag es nicht, aber finde das nun auch nicht grad tragisch
    Joa, mag schon was dran sein ....
    Ich wär halt vor zehn Jahren noch der Auffassung gewesen, dass Schlager und Volksmusik irgendwann aussterben werden, wenn die Generation, die sich heute noch dafür begeistern kann, ausgestorben ist. So wie ja z.B. die Blas- und Marschmusik, wie sie etwa Opa Hoppenstedt liebte, heutzutage vermutlich selbst von der ältesten Generation kaum noch gehört wird. Schon meine Eltern hören keine Schlager (ja, ich weiß zugegebenermaßen, dass es auch Menschen in ihrem Alter gibt, die es doch tun), und dass sie in meiner Generation mal ernsthaft Anklang finden würden, war halt komplett außerhalb meiner Vorstellungskraft
    (und was die Sehnsucht nach einer heilen Welt in unruhigen Zeiten angeht: dazu passt vielleicht auch, dass ich grad erst vor kurzem den Fakt gelesen hab, dass 1968, im Jahr von Peace & Love und Revolution, ein halbes Jahr lang Heintje an der Spitze der bundesrepublikanischen Albumcharts stand )


    Zitat Zitat von Sk8er_Girl Beitrag anzeigen
    Steffen, bei dir klingt es so, als wärst du dieser aktuellen Musik auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Klar hört man Radio, das finde ich auch ganz wichtig, um das aktuelle bissl zu kennen (und manchmal entdeckt man ja doch auch was ganz Tolles), aber ich habe nicht den Anspruch, dass Radio komplett meinen Musikgeschmack widerspiegelt oder mir Vorschläge macht, sodass ich mich nicht anderweitig umhören muss.
    Seit ich ein Radio habe, mit dem ich Internetradio empfangen kann, höre ich ja auch recht oft französische Radiosender bzw. hab jetzt schon seit einer ganzen Weile einen ganz tollen entdeckt - da stell ich mich ja auch nicht hin und sage, dass die bei JUMP gefälligst alte chansons aus den 70ern spielen sollen, sondern ich suche mir eben das, was mir gefällt
    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Und gut, das mit dem "ähnliche Künstler anzeigen lassen" funktioniert halt im Radio nicht so gut - und youtube zB ist für mich kein Musikkanal, Spotify nutze ich nicht und amazon nur zum expliziten Bestellen, aber nicht zum Stöbern. Im Radio läuft von den von dir genannten (bis auf ab und zu AMK) halt nichts. Aber klar, über Empfehlungen und durch Konzerte und so stößt man natürlich immer mal auf was Tolles, was man dann auch weiterverfolgt. Ich könnte da für mich z.B. Lemo, Matteo Capreoli oder Niila nennen (und jaaaa - zwei davon gehören auch zum Typus "junger Kerl mit Klampfe", aber mir gefällt diese Musik halt auch einfach). Aber es ging ja (zumindest habe ich das so verstanden) darum, was zur Zeit im Radio läuft, und da findet man von denen halt nüscht.
    Hach naja .... mir ist bewusst, dass das ja letzten Endes mein eigenes persönliches "Problem" ist, aber: Ja, ich wünsche mir nun mal, dass das, was ich mag, auch vielen anderen Leuten gefallen möge. Wenn ich eine bestimmte Band gern höre, dann fänd ich es großartig, wenn die Leute wie blöde ihre Alben kaufen und die Konzertticketvorverkaufsstellen einrennen würden. Und genauso wünsch ich mir auch, dass Sportteams, die ich gut finde, viele begeisterte Fans haben, und Fernsehsendungen, die ich mag, eine hohe Einschaltquote. Von daher: Klar werde ich z.B. auch dann noch Julifan sein, wenn sie ihre Musik weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit rausbringen und vor 50 Leuten in einem stickigen Keller auftreten – aber ein biiiischen schade/enttäuschend fänd ich das schon
    Und naja, ich weiß ja selber nicht, woran es liegt, aber im Entdecken neuer Musik war ich noch nie so besonders gut. Ich hatte ja auch nie so eine junge Newcomerband, die ich unterstützt hab und mit der ich auf du und du war, so wie manche Leute hier im Forum z.B. mit Peilomat oder Radiopilot (vielleicht liegts daran, dass ich nie ein niedliches Mädchen war ). Und naja, zwar höre ich immer mal Musik auf der Tube, aber z.B. Amazon oder Spotify oder iTunes nutze ich ebenfalls überhaupt nicht. Früher hat man vllt. manches noch durch das Musikfernsehen mitgekriegt, aber das hat sich ja auch schon lange selbst überlebt. In der Regel krieg ich also neue Bands und Künstler erst dann mit, wenn sie schon beim breiten Publikum erfolgreich sind. Und da scheint es mir in den letzten Jahren leider doch zu wenig Abwechslung zu geben

    Und Kristin, da du AMK erwähnst:
    Grad da hab ich mich natürlich sehr drüber gefreut, dass sie mit ihrem Debütalbum gleich so für Furore gesorgt haben. Vielleicht gar nicht mal soooo sehr, weil ich persönlich sie für musikalisch so waaahnsinnig überragend halte; aber auf jeden Fall hat dieser Erfolg mir gezeigt: Es scheint in Deutschland eine Sehnsucht nach handgemachter, schnodderiger Musik zu geben, die weder etwas mit den durchgestylten Werken von Elektrokünstlern wie Glasperlenspiel oder von Schlagerqueens wie Helene Fischer noch etwas mit der weltschmerzlerischen Gitarrenlyrik der Bendzko, Forster oder Giesinger zu tun hat. Vielleicht lässt das ja irgendwo doch hoffen....?


    PS:
    Dass das ganze DJ-Zeugs (und vllt auch die englischsprachige Gitarren-Melancholie-Musik eines Ed Sheeran) noch mal weitaus schrecklicher ist als nahezu alles, was musikalisch aus deutschen Landen kommt, da sind wir uns wohl alle zu nahezu 100% einig. Wobei ich aber ehrlich gesagt auch um 2005 herum die englischsprachige Pop- und Rockmusik weitaus austausch- und verwechselbarer fand als die deutschsprachige
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  7. #7
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Mein Hirn ist grade noch etwas überfordert mit der Länge der Beiträge aber ich versuche meine Gedanken nun auch mal "zu Blatt" zu bringen.

    Ich war gestern Abend in Frankfurt bei Christina Stürmer zusammen mit meinem Dad. Die Batschkapp war restlos ausverkauft und wir standen wirklich die die Fische in einer Konservenbüchse. Und das Publikum war bunt gemischt: Leute im Alter meines Vaters, Eltern mit Kindern und meine Generation. Die Neo-NDW, wie du sie bezeichnest Steffen, ist also auch immer noch genauso gefragt, wie die Generation Männer mit Bart und Gitarre. Denn ich habe mir sagen lassen, dass es bei Silbermond meist genauso aussieht und bin mir sicher, wenn es die Helden noch geben würde, wären sie nach wie vor auch noch ein Publikumsmagnet. Klar laufen besagte Bands momentan weniger im Radio, trotzdem haben sie aber nach wie vor ihr Publikum und füllen Konzerthallen.

    Letztes Jahr habe ich Max Giesinger bei Christina auf der Tour zum ersten Mal live gesehen, lange bevor sein Hit zum ersten Mal hier im Radio lief und fand es ganz nett, was er so an Musik macht. Ein paar Wochen später habe ich "80 Millionen" dann im Radio gehört und dachte mir "hey den kenn ich!" und habe mich ein bisschen gefreut, wieder neue gute Musik im Radio zu hören. Ja viele Künstler klingen von dem her was sie machen ähnlich. Aber ist es deshalb schlecht? Nein!
    Silbermond, Juli, Christina Stürmer&co klangen und klingen auch ähnlich und dennoch haben wir sie damals abgefeiert und feiern sie auch heute noch. (Die Helden fallen da etwas raus finde ich, deshalb stehen sie nicht in meiner Aufzählung )

    Man sollte offen für neues sein und nicht so festgefahren sein in einem Muster, was man früher mal gut fand. Ich z.B. finde die neuen Songs von Ed Sheeran auch toll, bin hingegen voll enttäuscht von der neuen Linkin Park Single, die so garnichts mehr mit dem Linkin Park-Zeug zu tun hat, was ich super fand und warum ich damals Fan war. Zeiten ändern sich eben.
    Niemand wird ein Superheld, wenn er ganz normal ist! Also sei anders... sei du selbst...

  8. Für diesen hilfreichen Beitrag von ChristinDoro dankt:

    Juli (14.04.2017)

  9. #8
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Ich nutze schon seit einigen Jahren Spotify und muss sagen, dass es mein Musikhörverhalten schon ziemlich beeinflusst hat. Wenn mir ein Song im Radio gefällt nutze ich z. B. Shazam um den Interpreten herauszufinden und zack kann ich mir auf Spotify das ganze Album anhören, wenn ich Lust habe. Ich höre dadurch viel mehr verschiedene Genres als früher (z. B. auch mal Helene Fischer, wenn mir danach ist oder Anne-Marie, die ich als Support von Ed Sheeran für mich entdeckt habe). Ich war aber auch schon bei Konzerten von Max Giesinger und Mark Forster und fand's klasse!
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  10. #9
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Wie gesagt, es ist halt immer so ein Zwiespalt. Für sich genommen mag ich ja manche (nicht alle!) der Männer-mit-Bart-und-Gitarre-Songs. Das von Christin erwähnte "80 Millionen" gefällt mir zB durchaus. Aber naja, die Masse ist es eben, die Wiederholung des Immer-wieder-Gleichen, die einen irgendwann skeptisch werden lässt. Heute zum Beispiel hab ich einen mir bislang völlig unbekannten Song von Johannes Oerding im Radio gehört (fragt mich nicht nach dem Titel) ... und musste tatsächlich ein wenig bittersüß grinsen, weil ich eben dachte, dass es ein für sich genommen vielleicht ganz okayes Lied war, aber man mit all den anderen Menschen-Leben-Tanzen-Welt-Songs im Hinterkopf eben doch sofort feststellen muss, dass es eben genau wieder dasselbe schon 1000x gehörte Strickmuster ist ...

    Zitat Zitat von ChristinDoro Beitrag anzeigen
    Ich war gestern Abend in Frankfurt bei Christina Stürmer zusammen mit meinem Dad. Die Batschkapp war restlos ausverkauft und wir standen wirklich die die Fische in einer Konservenbüchse. Und das Publikum war bunt gemischt: Leute im Alter meines Vaters, Eltern mit Kindern und meine Generation. Die Neo-NDW, wie du sie bezeichnest Steffen, ist also auch immer noch genauso gefragt, wie die Generation Männer mit Bart und Gitarre. Denn ich habe mir sagen lassen, dass es bei Silbermond meist genauso aussieht und bin mir sicher, wenn es die Helden noch geben würde, wären sie nach wie vor auch noch ein Publikumsmagnet. Klar laufen besagte Bands momentan weniger im Radio, trotzdem haben sie aber nach wie vor ihr Publikum und füllen Konzerthallen.

    Letztes Jahr habe ich Max Giesinger bei Christina auf der Tour zum ersten Mal live gesehen, lange bevor sein Hit zum ersten Mal hier im Radio lief und fand es ganz nett, was er so an Musik macht. Ein paar Wochen später habe ich "80 Millionen" dann im Radio gehört und dachte mir "hey den kenn ich!" und habe mich ein bisschen gefreut, wieder neue gute Musik im Radio zu hören. Ja viele Künstler klingen von dem her was sie machen ähnlich. Aber ist es deshalb schlecht? Nein!
    Silbermond, Juli, Christina Stürmer&co klangen und klingen auch ähnlich und dennoch haben wir sie damals abgefeiert und feiern sie auch heute noch. (Die Helden fallen da etwas raus finde ich, deshalb stehen sie nicht in meiner Aufzählung )
    Hmmm ... das Thema, welche Altersgruppen z.B. Juli mögen, hatten wir ja hier im Forum schon ein-, zweimal. Da waren wir zu dem Schluss gekommen, dass "damals" (wie ja auch im Forum) der typische Julifan so ungefähr um die 13 bis 20 war, während vielleicht so ab der In-Love-Tour diese Altersgruppe kaum noch vertreten war und man eher junge Erwachsene und Familien mit Kindern auf den Konzerten sah. Also genau so, wie du es ja auch hier für Christina Stürmer beschreibst. Wäre nun die Frage, wie das Publikum bei Mark Forster oder Johannes Oerding aussieht; ob da also z.B. wirklich mehr Teenager hingehen und weniger Familien und ältere Leute. Und ob man dann jeweils daraus schließen kann, dass die "alten" Bands und Künstler, wie du schreibst "immer noch genauso gefragt" sind wie die neueren, kann und will ich jedenfalls nicht so recht beurteilen ...

    Und naja, klar frag ich mich natürlich auch selber, ob das bei mir ein Altersding ist. Dass man eben als Teenager Bands und Künstler und ihre Musik generell viel wichtiger nimmt und ihnen viel mehr Platz im Leben einräumt als mit Ende 20. Bei mir kommt ja eben noch dazu, dass meine Popkulturbegeisterung damals eine sehr plötzliche und unerwartete und mein Leben letztendlich komplett umkrempelnde Sache war; nachdem ich mich bis zum Alter von 16/17 Jahren üüüüberhaupt nicht für aktuelle Musik und Stars interessiert hab, begann ich auf einmal völlig unvermittelterweise, die Programme von Viva und MTV wie eine Droge in mich einzusaugen .... woran wohl zB auch so eine komische Band aus Gießen nicht ganz unschuldig war
    Also jedenfalls frage ich mich nun: Wenn ich heute 16/17/18 wäre, würde ich dann genauso Andreas-Bourani- oder Wincent-Weiss-Fan werden, wie ich damals Julifan geworden bin? Würde ich mich dann auch so auf ihre Musik und jede verfügbare Information über sie stürzen, ihre jeweiligen Foren (ach nein, heute wären es ja dann vermutlich eher Twitter- oder Instagramaccounts) mit allerhand sinnlosen Spambeiträgen fluten, hunderte Kilometer für ihre Konzerte reisen, und dadurch nicht zuletzt auch Freundschaften fürs Leben schließen? Tjoaaa, möglicherweise .... wobei ich aber auch ganz ehrlich zugeben muss: Zu alt fühle ich mich (zumindest wenn wir jetzt mal nur das Musikalische betrachten) für die meisten mir bekannten Werke der diversen Bartträger ganz sicher nicht – eher im Gegenteil .....
    (und von Helene & Co, wollen wir in dem Zusammenhang natürlich gar nicht erst reden ...)
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  11. #10
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    Standard AW: Deutschsprachige Pop-Rock-Musik der 2010er

    Also ich kann es nur für Johannes Oerding sagek und natürlich nur für das Rhein/Main-Gebiet aber bei ihm ist das Publikum durchaus reifer und ich war da schon mit Abstand die jüngste.

    Das mit dem "immer noch gefragt" bezog sich auf die im Falle von Christina nahezu schon seit Wochen fast ausverkaufte Tour.
    Niemand wird ein Superheld, wenn er ganz normal ist! Also sei anders... sei du selbst...

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