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Thema: Eurovision Song Contest 2018

  1. #11
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Ich freu mich schon auf den ESC heute Abend und vor allem darauf, die Diskussionen dazu bei twitter oder Facebook zu verfolgen
    In Love mit JULI 2010
    19.11. Köln
    29.11. Neu- Isenburg

    und 2011
    07.04. Karlsruhe (10. JULI-Konzert)

  2. #12
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Dazu - oder allgemein zu dem von dir, Steffen, angesprochenen "es war doch eh alles schon mal da in der Popmusik" - kommt in meinen Augen schlichtweg auch, dass man doch als junger, aufstrebender Musiker doch natürlich erstmal die Musik macht, die man auch selbst gerne hört. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Heavy-Metal-Fan plötzlich anfängt, Gitarren-Deutsch-Pop-Rock zu machen oder eine Schlager-Enthusiastin sich mit Ethno-Klängen in die Charts katapultieren will. Und eben weil man selbst das macht, was man gerne hört, gibt es dann halt "schon wieder" neue Schlager-Musik oder "schon wieder" nen jungen Typ mit Gitarre. Dass das nicht schlecht und austauschbar sein muss, habe ich vorher schon versucht auszudrücken. Genauso provoziert jeder "das ist doch alles dasselbe, es gibt keine Innovationen mehr"-Kommentar irgendwie eine "dann mach's doch besser und zeig uns was Neues"-Antwort...
    Naja, aber Fakt ist doch für mich, dass es früher eine deutliche Innovationstendenz in der Popmusik gegeben hat, heute nicht mehr. Musik der 50er, 60er, 70er und 80er klingt jeweils deutlich verschieden; Musik der 90er, 00er und 10er nur noch bedingt. Für jemanden, der z.B. im Jahre 1960 gelebt hat, wären etwa Techno, Hip Hop oder Death Metal unvorstellbar gewesen – welche Musik, die es heute gibt, hätte man sich vor 30 Jahren nicht vorstellen können? Das ist es, was ich meine


    Und naja, ich würde deiner These, dass der ESC (zumindest in der Gegenwart) die allgemeinen popmusikalischen Trends des gegenwärtigen Landes widerspiegelt, tendenziell doch widersprechen wollen. Ich würde sogar fast so weit gehen zu sagen, dass ESC-Musik in vielerlei Hinsicht ein komplett eigenständiges und in sich abgeschlossenes Genre ist, aus dem nur gelegentlich Songs (wie etwa die, die ich in meinem letzten Beitrag aufgezählt habe) in die "richtige" Popmusik vordringen können. Und glaub mir, ich wäre der erste, der es sich anders wünschen würde, dass also der ESC wieder mehr Popwettbewerb würde und weniger Freakshow
    Und ja, mein Eindruck ist in der Tat, dass es früher anders war. Und ich glaub übrigens auch nicht, dass das, was du aufgezählt hast, die einzigen ESC-Beiträge sind, die du kennst; auch wenn bei den Titeln vielleicht nicht sofort was bei dir klingelt .... hier mal noch einige weitere, die du bei Gelegenheit mal googeln kannst (nicht nur Sieger, sondern auch noch ein paar Zweit- oder Drittplatzierte); und ich bin gespannt, welche davon du kennst und welche nicht
    - 1967: Sandie Shaw – Puppet on a String
    - 1968: Cliff Richard – Congratulations
    - 1969: Lulu – Boom Bang-a-Bang
    - 1970: Dana – All Kinds of Everything
    - 1971: Séverine – Un banc, un arbre, une rue
    - 1973: Cliff Richard – Power to All Our Friends
    - 1979: Gali Atari & Milk and Honey – Hallelujah
    Das sind jetzt wohlgemerkt nur internationale Beiträge; bei deutschen sieht es dann sicherlich auch noch mal anders aus


    Was nun heute Abend angeht: Irgendwie hab ich vor allem mit Blick auf den deutschen Beitrag noch so gar kein Gefühl, wie das enden wird. Das wäre ja wirklich mal ein Ding, wenn so jemand (nach meinem Eindruck) im eigenen Land fast nicht wahrgenommen wird und dann beim ESC in die Top 10 oder sogar Top 5 einzieht. Aber auch einen Platz unterhalb der 20 kann ich nach wie vor überhaupt nicht ausschließen. Tja ....
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


    Ich kann euch spüren!

  3. #13
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Hm, wie gesagt hat das auch viel mit subjektivem Geschmack zu tun, aber tendenziell muss ich Steffen schon Recht geben, was die "Innovationen" angeht...klar gab es schon immer verschiedene Stile und Genres, aber es stimmt schon, die 60er hatten ihren Sound, ebenso 70er, 80er, 90er, aber 2000er und 2010er?

    Aber gut...geht ja gleich los, auch wenn ich vielleicht nicht ganz pünktlich werde und wie immer unklar ist, wie lang ich durchhalte

    Ansonsten...

    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Ich bin jedenfalls weiterhin für die große Nation ....
    Das merk ich mir. Inbesondere, wenn bald so paar Typen in Russland gegen den Ball treten
    Geändert von Sk8er_Girl (12.05.2018 um 20:50 Uhr)
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  4. #14
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Hmm. Ich fand's jetzt tatsächlich doch abwechslungsreicher als gedacht...
    Gut fand ich persönlich Norwegen, Frankreich, Italien, Ungarn, Österreich, Dänemark und ja, auf seine trashige Art und Weise Moldawien
    Gar nicht gefallen hat mir Estland, Irland, Zypern, Schweden, Bulgarien, Serbien...

    Joa, also ich fürchte zwar, es wird kein Sieger, den eben auch unsre Enkel noch kennen, aber so insgesamt war es sicher gar nicht mal der schlechteste ESC...

    Gesendet von meinem HARRY mit Tapatalk
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  5. #15
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    So .... ESC alle, Israel gewonnen. Ich find den Beitrag zwar nach wie vor ganz und gar grausam, aber irgendwie verspüre ich jetzt doch trotz allem weniger Abscheu als gedacht, sondern vielleicht bestenfalls so eine Art schulterzuckende Resignation .... man hatte ja trotz allem genug Zeit, sich darauf einzustellen


    Alles in allem empfand ich es aber wie Kristin: Schlussendlich doch viel abwechslungsreicher und hochwertiger als gedacht. Und vor allem endlich mal wieder (auch wenn ich nach wie vor alles andere als ein Freund des neuen Wertungssystems bin) eine echt spannende und wechselhafte Punktevergabe. Und vor allem Österreich war für mich dort die Überraschung des Abends. Zwar mochte ich den Beitrag (in der Studioversion vielleicht sogar noch mehr als auf der Bühne), aber als Kandidat für die oberen Tabellenränge hätte ich ihn im Leben nicht gesehen. Von daher .... Glückwunsch!


    Und naja, auch wenn man das (anders als beim Ösi) in den letzten Tagen zumindest anhand der Wettquoten schon ein gaaaanz klein wenig erahnen konnte, muss ich dennoch gestehen: Mit Deutschland ging es mir ähnlich .... mal ehrlich: wer hätte sich für uns noch vor ein oder zwei Wochen einen vierten (!! ) Platz vorstellen können? Nachdem eine wie auch immer geartete Michael-Schulte-Manie im eigenen Land ja praktisch nicht spürbar war? Wobei ich ja gar nicht sagen möchte, dass ich Michael und seinen Song komplett unsympathisch fand oder finde .... farblos und uneinprägsam aber auf jeden Fall


    Bei Norwegen bin ich etwas überrascht, dass es noch nicht mal für die linke Tabellenhälfte gereicht hat. Da hatte sich der Rybak sicher auch persönlich viel mehr ausgemalt .... und auch für Frankreich hätte es doch ganz gerne noch ein bisschen weiter nach vorne gehen können.
    Moldawien fand ich zwar auf jeden Fall kreativ (und ich frage mich, wie viele endlose Proben die wohl gebraucht haben, bis die Choreografie so saß, wie sie sitzen sollte? ), aber ansonsten war mir das doch zu viel Show und zu wenig Song. Letzteren hab ich jetzt gerade übrigens ganz ehrlich gesagt schon fast wieder vergessen ....
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


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  6. #16
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Ja, vermutlich war man schon so ein bisschen vorgewarnt, dass Israel es machen würde...ich muss aber auch gestehen, als es dann am Ende darum ging, ob Israel oder Zypern es reißt, da habe ich schon als geringeres Übel auf Israel gehofft...mir geht zwar dieses ständige Feministinnen-Gegacker (jaa ist ja schon gut, hier sind 5 Euro für die Wortspielkasse) auf den Zeiger, aber als Gegenentwurf eine Dame, die sehr körperbetont tanzt und aus unerfindlichen Gründen dabei ein Mikro in der Hand hat, ist mir noch mehr zuwider (auch diese eine Moderatorin, meine Güte...wisst ihr noch, damals, als bei irgendwelchen Filmpreisen die Damen aus Protest hochgeschlossen gingen? Damals, vor 3 Monaten? also manchmal machen mich meine Geschlechtsgenossinnen wahnsinnig, sowohl mit dem einen als auch mit dem anderen...)

    Ja und ansonsten...dass Deutschland so gut abgeschnitten hat, wundert mich ja. Aber ist wenigstens mal was andres als das "wir sind Letzter, niemand mag uns"-Mimimi. Ich find das Lied trotzdem völlig belanglos und ich bin empfindlich, wenn es um dieses Schicksalsausgschlachte geht.
    Insgesamt fand ich die Entscheidungen der Jurys mitunter krass...ich habe mich schon gefragt, ob ich mit meinem Geschmack und meinem Empfinden völlig daneben liege, aber das Voting der Zuschauer hat es dann doch noch etwas geradegerückt.
    Vor allem 12 Punkte an Schweden - wieso das denn?! Und grad am deutschen Voting dann der krasse Unterschied, dass Schweden keinen einzigen Punkt bekam...natürlich setzen sich die Punkte aus sehr vielen Komponenten zusammen und am Ende kommt schon das richtige heraus, aber mitunter fragt man sich schon, wer da in der Jury sitzt bzw. wieso diese so entscheiden. Auch Zypern hat da ja gut abgeschnitten, warum?!

    Ja, irgendwie schon komisch, einerseits hat es doch oft so nen (gesellschafts)politischen Einschlag wie jetzt mit Nettas Sieg, und auf der anderen Seite platziert sich sowas wie Zypern auf Platz 2...
    Ich finde ja, wenn schon politisches Statement, dann hätte Italien siegen sollen, sogar noch vor Frankreich. Und dass die erst vom Zuschauervoting die allermeisten Punkte bekommen haben, finde ich schon krass...
    Ebenso der tschechische Hipster, das war ja immerhin mal was andres

    Ach uuuuund...ich habe das moldawische Lied sehr wohl noch im Ohr!

    Zum Schluss - Israel hat ja schon häufiger gewonnen, aber grad in der aktuellen politischen Situation stell ich mir den ESC 2019 nicht so lustig vor...
    Ich liebe dieses Leben.

  7. #17
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Für jemanden, der z.B. im Jahre 1960 gelebt hat, wären etwa Techno, Hip Hop oder Death Metal unvorstellbar gewesen – welche Musik, die es heute gibt, hätte man sich vor 30 Jahren nicht vorstellen können?
    DJ-"Musik". Ich glaube, vor 30 Jahren hätte keiner gedacht, dass eines Tages jemand mit einem damals aktuellen Hit, unter den er in seinem Kinderzimmer ein bisschen bumm-bumm legt, auf Platz 1 der Charts steht.
    Welche Frage ich mir stelle: Was hättest du denn gerne? Welche Innovation fehlt dir denn? Mir persönlich würde absolut gar nichts einfallen, von dem ich mir denke "mensch, so müsste endlich mal jemand Musik machen"...

    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Und naja, ich würde deiner These, dass der ESC (zumindest in der Gegenwart) die allgemeinen popmusikalischen Trends des gegenwärtigen Landes widerspiegelt, tendenziell doch widersprechen wollen. Ich würde sogar fast so weit gehen zu sagen, dass ESC-Musik in vielerlei Hinsicht ein komplett eigenständiges und in sich abgeschlossenes Genre ist, aus dem nur gelegentlich Songs (wie etwa die, die ich in meinem letzten Beitrag aufgezählt habe) in die "richtige" Popmusik vordringen können.
    An dieser Stelle möchte ich eine - damals - junge Frau erwähnen, die keine Sau kannte, bevor sie bei einer Show mitmachte, die extra für den ESC ins Leben gerufen wurde, um diese mit einem Song zu verlassen, der extra für den ESC geschrieben wurde... Ohne deiner These, dass es nur gelegentlich Lieder aus dem ESC in die internationalen Charts schaffen, widersprechen zu wollen - aber hätte es dieses Lied, von dem ich ausgehe, dass du weißt, dass ich es meine, ohne den ESC gegeben? Und auch wenn du weißt, wie ich zu dem Lied und seiner Interpretin stehe, aber dass es damals den popmusikalischen Trend Deutschlands dargestellt hat, glaube ich trotzdem.
    Abgesehen davon mag es sein, dass einige Lieder extra für den ESC geschrieben wurden/werden. Vielleicht kommt das aber einfach daher, dass es früher mal die Regel gab, dass kein Lied dort antreten darf, das vorher schon veröffentlicht war, sondern dass der ESC praktisch die Premiere dieses Liedes war. Da ist also nix mit "es ist sowieso ein toller Song, lass uns damit mal beim ESC antreten"... Und auch davon abgesehen kenne zumindest ich mich nicht sonderlich gut aus mit den Charts in Frankreich, Norwegen, Tschechien oder Bulgarien und habe keine Ahnung, ob deren ESC-Kandidaten extra ESC-Retortengruppen sind oder schon seit Jahren Stars in ihren Ländern, von denen man halt nur einfach in Deutschland nichts mitbekommt (übrigens bekomme ich auch von den meisten hierzulande Chartplatzierten nichts mit, aber das ist ein anderes Thema). Wenn ich das richtig gehört habe, wurde ja z.B. über Nettas "Toy" im Einspieler gesagt, dass es schon seit März (?) "weltweit durch die Decke" ginge - habe ich absolut nullkommanichts von mitbekommen, aber wenn das stimmt, scheint es ja doch eher was zu sein, was den Geschmack vieler Länder darstellt.

    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    hier mal noch einige weitere, die du bei Gelegenheit mal googeln kannst (nicht nur Sieger, sondern auch noch ein paar Zweit- oder Drittplatzierte); und ich bin gespannt, welche davon du kennst und welche nicht
    Ich sprach von Siegertiteln, die einem sofort im Ohr sind - da ist es unfair, dem Drittplatzierte mit dem Zusatz "google mal danach" entgegenzusetzen Googlen kann ich alle Lieder dieser Welt und würde viele davon kennen, aber es sollte doch eigentlich darum gehen, was man allein schon vom Titel her kennt...


    So, und dann jetzt mal ein paar zusammenhanglose Gedanken meinerseits zum ESC selbst (und ich möchte eindringlich betonen, dass ich mit den vielleicht manchmal etwas bissig daherkommenden Ausdrücken einfach die Allgemeinheit meine und niemand speziell hier, falls sich jemand persönlich angegriffen fühlt, ist das ausdrücklich falsch):
    - es gab kein einziges Lied, das ich nicht gut fand. Klar, manches "mehr gut" und manches "weniger gut", aber mit euren Beiträgen im Hinterkopf habe ich die ganze Zeit auf das wirklich absolut grottenschlechte "ich muss den Fernseher einschlagen"-Lied gewartet... Aber ich bin ja, was Musik angeht, ohnehin ein absolut leicht zu begeisternder Mensch und kann bei nahezu allem mitwippen und mir denken "wow, der kann ja echt was"
    - weil sich ja immer alle beschweren, dass nur englischer Einheitsbrei gesungen würde - wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden knapp 30% der Beiträge in Landessprache bzw. auf nicht-englisch präsentiert; sind Kritiker damit zufrieden oder ist das immer noch zu wenig?
    - da jammert man im Vorfeld immer, dass ja alles austauschbare Popschnulzen wären, dann gewinnt jemand, der tatsächlich "mal was anderes" macht, und dann ist das natürlich auch wieder nicht recht und man fragt sich, wie in Gottes Namen denn "ausgerechnet sowas" gewinnen konnte
    - über Michael Schulze werden auch keine allzu guten Worte verloren, es sei ja sowieso nichtssagend, uneinprägsam und immer dasselbe, aber wenn er sich gut platzieren kann, ist er hinterher natürlich schon immer toll gewesen und hat eine unverwechselbare Stimme gehabt und ein Lied vorgetragen, das genau den Nerv trifft
    - um doch mal ganz kurz persönlich zu werden: Also Steffen, was du an Frankreich so toll fandest, kann ich absolut nicht nachvollziehen, die haben für mich echt (auch ohne jetzt Kristin zu nahe treten zu wollen) in die Kategorie "weniger gut" gezählt...
    - ich wollte ja schon immer mal bei einem ESC dabei sein - hätte nun Österreich oder Deutschland gewonnen, hätte ich mir das nächstes Jahr tatsächlich mal erfüllt, aber ich glaube, nach Israel möchte ich dann doch eher nicht
    - beeindruckend im negativen Sinne fand ich, dass der Ukrainer zwar auf Englisch singen konnte, für das nun wirklich anspruchslose Interview dann aber eine Dolmetscherin brauchte
    - von der Punktevergabe habe ich keine Ahnung, weil für mich beim ESC exakt die Zeit zählt, in der die 26 Lieder aufgeführt werden, den Rest kann ich dann auch später im Internet nachlesen. Irgendwie kommt es mir tatsächlich nur darauf an, die Musik zu hören und alles drumrum finde ich uninteressant, deswegen hatte ich das dann auch nur noch im Schnelldurchlauf durchrattern lassen
    - kann bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,... endlich mal jemand Peter Urban rausschmeißen? Ich finde seine Kommentierung (falls es dieses Wort überhaupt gibt ^^) jedes Jahr aufs Neue so unfassbar grottenscheiße, dass ich nach jedem ESC dieselbe Bitte formuliere... Oder kommentiert der zufällig auch Fußball-Länderspiele? Das würde einiges erklären...


    And this life I lead it's a curious thing, but I can't deny the happiness it brings

  8. #18
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Soooo, keine Sorge, ich hab das hier nicht vergessen .....

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Für jemanden, der z.B. im Jahre 1960 gelebt hat, wären etwa Techno, Hip Hop oder Death Metal unvorstellbar gewesen – welche Musik, die es heute gibt, hätte man sich vor 30 Jahren nicht vorstellen können?
    DJ-"Musik". Ich glaube, vor 30 Jahren hätte keiner gedacht, dass eines Tages jemand mit einem damals aktuellen Hit, unter den er in seinem Kinderzimmer ein bisschen bumm-bumm legt, auf Platz 1 der Charts steht.
    Welche Frage ich mir stelle: Was hättest du denn gerne? Welche Innovation fehlt dir denn? Mir persönlich würde absolut gar nichts einfallen, von dem ich mir denke "mensch, so müsste endlich mal jemand Musik machen"...
    Naja, vor 20, 25 und ja, vielleicht auch schon vor 30 Jahren gab es eine Musik, die sich Eurodance nannte; und ich gebe gern zu, wenig Ahnung zu haben, aber ich persönlich sehe da schon nicht soooo einen Unterschied zu dem von dir beschriebenen Phänomen
    Und deine Frage kann man doch überhaupt nicht beantworten. Es hat sich doch auch niemand im Jahre 1960 hingestellt und gesagt: "hmm, Gangsta-Rap! Das sollte man mal erfinden! Oder Death Metal, wie wäre es damit?"
    Aber trotzdem kann ich doch die Frage aufwerfen: Was von dem, was aktuell angesagt und populär ist, ist denn in deinen Augen Musikgeschichte, so wie es die Beatles oder Abba oder meinetwegen noch Michael Jackson waren? Und wenn du sogar selber der Auffassung bist, heutige Popmusik sei größtenteils nur noch lieblos zusammengepfriemeltes Bumm-Bumm, spricht das ja bei näherer Betrachtung ehrlich sogar eher für meine These als gegen sie ....

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von esiststeffen Beitrag anzeigen
    Und naja, ich würde deiner These, dass der ESC (zumindest in der Gegenwart) die allgemeinen popmusikalischen Trends des gegenwärtigen Landes widerspiegelt, tendenziell doch widersprechen wollen. Ich würde sogar fast so weit gehen zu sagen, dass ESC-Musik in vielerlei Hinsicht ein komplett eigenständiges und in sich abgeschlossenes Genre ist, aus dem nur gelegentlich Songs (wie etwa die, die ich in meinem letzten Beitrag aufgezählt habe) in die "richtige" Popmusik vordringen können.
    An dieser Stelle möchte ich eine - damals - junge Frau erwähnen, die keine Sau kannte, bevor sie bei einer Show mitmachte, die extra für den ESC ins Leben gerufen wurde, um diese mit einem Song zu verlassen, der extra für den ESC geschrieben wurde... Ohne deiner These, dass es nur gelegentlich Lieder aus dem ESC in die internationalen Charts schaffen, widersprechen zu wollen - aber hätte es dieses Lied, von dem ich ausgehe, dass du weißt, dass ich es meine, ohne den ESC gegeben? Und auch wenn du weißt, wie ich zu dem Lied und seiner Interpretin stehe, aber dass es damals den popmusikalischen Trend Deutschlands dargestellt hat, glaube ich trotzdem.
    Abgesehen davon mag es sein, dass einige Lieder extra für den ESC geschrieben wurden/werden. Vielleicht kommt das aber einfach daher, dass es früher mal die Regel gab, dass kein Lied dort antreten darf, das vorher schon veröffentlicht war, sondern dass der ESC praktisch die Premiere dieses Liedes war. Da ist also nix mit "es ist sowieso ein toller Song, lass uns damit mal beim ESC antreten"... Und auch davon abgesehen kenne zumindest ich mich nicht sonderlich gut aus mit den Charts in Frankreich, Norwegen, Tschechien oder Bulgarien und habe keine Ahnung, ob deren ESC-Kandidaten extra ESC-Retortengruppen sind oder schon seit Jahren Stars in ihren Ländern, von denen man halt nur einfach in Deutschland nichts mitbekommt (übrigens bekomme ich auch von den meisten hierzulande Chartplatzierten nichts mit, aber das ist ein anderes Thema). Wenn ich das richtig gehört habe, wurde ja z.B. über Nettas "Toy" im Einspieler gesagt, dass es schon seit März (?) "weltweit durch die Decke" ginge - habe ich absolut nullkommanichts von mitbekommen, aber wenn das stimmt, scheint es ja doch eher was zu sein, was den Geschmack vieler Länder darstellt.
    Naja, aber was ich sagen wollte, ist eben: Die meisten Künstler, die beim ESC antreten (und ja, auch die Sieger), bleiben zumindest international weitgehend auf ihre Eigenschaft als ESCler beschränkt. Das merkt man doch schon daran, dass Künstler, die auch außerhalb des ESC populär sind, dort prakisch nie zu sehen sind (warum z.B. tritt nicht Adele für das Vereinigte Königreich an? oder Zaz für Frankreich?); da ist es doch klar, dass das eher ein in sich abgeschlossener Kosmos bleibt. Und nein, die tschechischen oder bulgarischen Charts verfolge ich natürlich nur so am Rande, aber ich hab zumindest mal nachgeforscht, was aus den Siegern der letzten Jahre im eigenen Land musikalisch so geworden ist: Loreen hatte tatsächlich nur den einen wirklichen Hit, den wir alle kennen. Zelmerlöw war hingegen regelmäßig in den schwedischen Top Ten – bemerkenswerterweise aber offenbar vor seinem ESC-Sieg häufiger als danach. Emmelie hatte noch einen zweiten Nr.-1-Hit in Dänemark, ansonsten aber anscheinend auch nix mehr. Und Frau Wurst ..... joa
    Ich glaube jedenfalls, was den Umfang und die Dauer der Nach-ESC-Karriere im eigenen Land angeht, steht Lena tatsächlich mit am besten da. Und ja, ich frage mich manchmal auch, warum es offenbar keine größeren Versuche gegeben hat, sie international zu vermarkten; ob es am mangelnden Interesse der Verantwortlichen lag oder am mangelnden Interesse Lenas

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    - es gab kein einziges Lied, das ich nicht gut fand. Klar, manches "mehr gut" und manches "weniger gut", aber mit euren Beiträgen im Hinterkopf habe ich die ganze Zeit auf das wirklich absolut grottenschlechte "ich muss den Fernseher einschlagen"-Lied gewartet... Aber ich bin ja, was Musik angeht, ohnehin ein absolut leicht zu begeisternder Mensch und kann bei nahezu allem mitwippen und mir denken "wow, der kann ja echt was"
    - weil sich ja immer alle beschweren, dass nur englischer Einheitsbrei gesungen würde - wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden knapp 30% der Beiträge in Landessprache bzw. auf nicht-englisch präsentiert; sind Kritiker damit zufrieden oder ist das immer noch zu wenig?
    - da jammert man im Vorfeld immer, dass ja alles austauschbare Popschnulzen wären, dann gewinnt jemand, der tatsächlich "mal was anderes" macht, und dann ist das natürlich auch wieder nicht recht und man fragt sich, wie in Gottes Namen denn "ausgerechnet sowas" gewinnen konnte
    Ja, ich fand ja wie gesagt auch: Das Finale war dann doch erstaunlich hochwertig und abwechslungsreich. Wie gesagt, vor allem Halbfinale Nr. 1 war echt nicht das Wahre, Nr. 2 schon eher .... wobei ich es dennoch bemerkenswert finde, dass fast alle am Ende hoch platzierten Beiträge aus dem ersten Halbfinale kamen
    Und naja, ich frage mich ja auch selber immer, was für Beiträge ich nun beim ESC sehen möchte und welche nicht. Auf jeden Fall kann ich Kristin nicht Unrecht geben, dass das schon eine gewisse Ironie hat: auf Platz 1 ein auf nervige Weise eingängiger Beitrag, der bewusst Konventionen sprengt, auf Platz 2 ein für mich komplett uneingängiger, der genau diese Konventionen zelebriert. Beides jedenfalls nicht mein Fall
    Übrigens: Italien hat mir (auch wenn ich an sich kein großer Freund politischer Themen beim ESC oder überhaupt in der Popmusik bin) ebenso wie Kristin auch sehr gut gefallen. Schweden fand ich zwar im Moment des Wettbewerbs recht gut, hab ich aber mittlerweile ähnlich wie Zypern schon lange wieder vergessen; dass das gerade bei den Jurys so gut ankam (in Deutschland haben die fünf Juroren es z.B. geschlossen auf Platz 1 gesetzt), ist mir jedenfalls unerklärlich. Und was sich mir hingegen (neben Netta) auch seeeeehr als holzhämmernder Ohrwurm eingebrannt hat, war dieses "Hvala, ne, ne!!!" aus Slowenien, bei dem ich mir übrigens jetzt noch nicht sicher bin, ob es mich nun begeistert oder abtörnt .....

    Generell kann und muss ich sagen: Was ich mir beim ESC wünsche, sind Beiträge, die ich mir auch außerhalb des ESC anhören würde und die mir als angenehm und interessant im Gedächtnis bleiben würden, wenn ich sie zufällig im Radio aufschnappe. Und was mir persönlich sehr wichtig ist: Beiträge, bei denen es um die Musik geht und nicht um die große Show. Beiträge, die nichts von ihrer Qualität und ihrer Wirkung einbüßen, wenn ich die Augen zumache. Ob für mich persönlich im diesjährigen ESC so ein Beitrag dabei war, den ich mir auch in fünf Jahren noch gerne anhören würde, weiß ich tatsächlich noch nicht so ganz ... aber letztes Jahr war es für mich z.B. Blanche mit "City Lights" aus Belgien

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    - über Michael Schulze werden auch keine allzu guten Worte verloren, es sei ja sowieso nichtssagend, uneinprägsam und immer dasselbe, aber wenn er sich gut platzieren kann, ist er hinterher natürlich schon immer toll gewesen und hat eine unverwechselbare Stimme gehabt und ein Lied vorgetragen, das genau den Nerv trifft
    Ich kann ja auch selber noch immer nicht recht glauben, was da gelaufen ist. Und ich war auch von Anfang an wenig begeistert von ihm und hab nach dem Vorentscheid (den ich bekanntermaßen nicht gesehen hatte) vor allem gedacht "wie, DAS war jetzt schon das beste, was die dort zu bieten hatten?! dann möchte ich die anderen Songs eher nicht hören"
    Natürlich freue ich mich für ihn (zumindest unsympathisch fand ich ihn nicht; das sah bei unserer letztjährigen Kandidatin schon ganz anders aus), und ich finde ja auch, dass sein Auftritt beim ESC eindeutig besser war, als man nach dem deutschen Vorentscheid erwarten konnte .... aber wessen Nerv er da nun genau getroffen hat und warum, frage ich mich auch noch immer so ein kleines bisschen

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    - ich wollte ja schon immer mal bei einem ESC dabei sein - hätte nun Österreich oder Deutschland gewonnen, hätte ich mir das nächstes Jahr tatsächlich mal erfüllt, aber ich glaube, nach Israel möchte ich dann doch eher nicht
    Naja, beide Länder waren ja jeweils erst vor wenigen Jahren Gastgeber. Wer hat dich aufgehalten?!

    Zitat Zitat von Juli Beitrag anzeigen
    - von der Punktevergabe habe ich keine Ahnung, weil für mich beim ESC exakt die Zeit zählt, in der die 26 Lieder aufgeführt werden, den Rest kann ich dann auch später im Internet nachlesen. Irgendwie kommt es mir tatsächlich nur darauf an, die Musik zu hören und alles drumrum finde ich uninteressant, deswegen hatte ich das dann auch nur noch im Schnelldurchlauf durchrattern lassen
    Tjoa, das zeigt mir nur mal wieder, wie unterschiedlich doch die Menschen sein können. Ich hab schon immer mal so halb aus Spaß gesagt, von mir aus können sie auch das ganze stundenlange Gesinge und Getanze weglassen und gleich zur dreistündigen Punktevergabe übergehen. Vor drei Jahren hab ich das eigentliche ESC-Finale ja konzertbedingt noch nicht einmal gesehen und betrat das heimische Wohnzimmer tatsächlich exakt in jener Sekunde, als die ersten Punkte verlesen wurden .... und ich hatte durchaus nicht das Gefühl, da sooooo sehr was verpasst zu haben
    (und wie sich später herausstellte, war das dann sogar der letzte ESC mit dem klassischen Zwölf-Punkte-pro-Land-Wertungssystem .... tjoa, wenn man das damals gewusst hätte .... )
    Eines Tages, wenn alles endet, sich letzten Endes zum Guten wendet ....


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  9. #19
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    Ich geh jetzt nicht auf alles nochmal explizit ein, kann/ muss Steffen aber in einigen Punkten eher beipflichten

    Ich finde es übrigens natürlich auch gut, dass ganz ohne irgendeinen Zwang, eine Quote wieder mehr in ihrer Muttersprache singen

    und Peter Urban, naja..man kennt halt auch niemand andren, oder? Klar mag er manchmal komische Sachen sagen, aber so insgesamt stört er mich eher weniger...aber weil du Fußballkommentatoren ansprichst, bei Gerd Gottlob beispielsweise ist das schon anders, also von daher ist Urban schon noch besser

    Was ich aber vor allem sagen wollte: ich hab das Lied aus Moldawien immer noch im Ohr.
    (also nicht als ständigen Ohrwurm, aber wenn ich versuche, mich dran zu erinnern, klappt das noch sehr gut )
    Ich liebe dieses Leben.

  10. #20
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    Standard AW: Eurovision Song Contest 2018

    Ich gebe mich geschlagen - einigen wir uns darauf, dass mir die Sache offensichtlich nicht wichtig genug ist, um mich so intensiv damit zu beschäftigen, sondern ich halt einfach nur Musik höre

    Nur noch kurz:
    - ich persönlich sehe durchaus einen Unterschied zwischen dem Eurodance der 90er und der DJ-Musik von heute.
    - eben weil man die Frage "welche Innovation fehlt dir denn?" nicht beantworten kann, finde ich, dass man auch nicht sagen sollte, es gäbe ja nichts Neues mehr - wer weiß, vielleicht steht schon morgen genau das vor der Tür, was ihr heute vermisst, aber ihr wisst es nicht, weil ihr nicht sagen könnt, dass es das ist
    - ich habe nicht gesagt, dass ich der Auffassung bin, "heutige Popmusik sei größtenteils nur noch lieblos zusammengepfriemeltes Bumm-Bumm" - ich habe nur gesagt, dass man sich sowas vor 30 Jahren sicherlich nicht vorstellen konnte. Die heutige Popmusik ist glaube ich sogar größtenteils alles außer Bumm-Bumm, aber es gibt ja einen großen Unterschied zwischen "Musik" und "läuft im Radio".
    - wäre ich Adele, würde ich überhaupt nicht beim ESC antreten wollen, weil ich denken würde, dass alle Welt erwartet, dass ich gewinne und ich mir nicht vorstellen möchte, was passieren würde, könnte ich diese Erwartungen nicht erfüllen (aber 2011 waren zB Blue für Großbritannien am Start - könnten einem bekannt vorkommen...) Zumal ich es gerade schön finde, keine wirklich großen Namen dort anzutreffen, sondern den ESC auch ein bisschen als Möglichkeit zur Neuentdeckung kleinerer Musiker betrachten zu können.
    - mich hat die letzten Jahre vor allem mein Kontostand davon abgehalten, beim ESC in Deutschland oder Österreich dabei zu sein, das wäre jetzt anders
    - die Beiträge des ESC bleiben vielleicht anderen angenehm im Gedächtnis und andere würden die Beiträge vielleicht auch außerhalb hören - oder tun das sogar (ich zB besitze das ESC-Album von 2011). Nur weil es für eine einzelne Person nicht so ist, muss ja nicht gleich das gesamte ESC-Konzept schlecht sein
    - auch heute kennt nicht jeder die vermeintlichen Größen von vor 30 Jahren. Es kommt einfach immer auf den eigenen Geschmack drauf an. So wie hier vermutlich außer mir niemand irgendwelche Country-Sänger kennen wird, kenne ich keine französischen Chanson-Sänger, und das ist ja auch nicht schlimm. Ein durchschnittlicher 15-jähriger wird auch die Stones vermutlich nicht kennen, obwohl wir da sagen würden "hey, die Stones, ich bitte dich - die Stones! Das ist Musikgeschichte!". Und auch in 30 Jahren werden die einen Ed Sheeran noch kennen, auch wenn sie erst in 15 Jahren geboren werden, und die anderen eben nicht. Aber das macht ja auch nichts. Ich zB weiß heute schon, dass ich auch in 30 Jahren noch Teile der Musik hören werde, die ich heute höre, eben weil es mir wichtig ist. Ob es die Bands oder Sänger bis dahin noch gibt, ob andere Menschen sie dann noch kennen, ist mir so egal wie nur irgendwas. Wichtig ist, dass ich mich daran erinnern möchte, ob das wer anders auch tut oder nicht, ist dann ja demjenigen überlassen.
    - an Peter Urban stört mich vor allem dieses ständige Gebashe auf alles, was nicht der Deutsche Beitrag ist. Deswegen auch meine Frage, ob er normalerweise Fußballspiele kommentiert, das würde das nämlich erklären

    So, war jetzt natürlich doch wieder länger als angekündigt, so wie man das von mir kennt, aber dann ist nun auch gut - und jeder geht einfach die Musik hören, die er möchte und schaut den ESC wenn er möchte, oder lässt es bleiben


    And this life I lead it's a curious thing, but I can't deny the happiness it brings

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